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Ab August wird es nun auch im Bundesland Bayern erlaubt sein: Gleichgeschlechtliche Partnerschaften statt «nur» beim Notar nun auch im Standesamt zu begründen. Die Erlanger Nachrichten sprachen darüber mit Heidi Petri-Schmitt, der Abteilungsleiterin im Erlanger Standesamt.
Wie haben Sie von der neuen Regelung erfahren, wonach ab dem 1. August diesen Jahres nun auch gleichgeschlechtliche Paare eine Lebenspartnerschaft im Standesamt beschließen dürfen?
Heidi Petri-Schmitt: Ich habe per E-Mail von der neuen Regelung durch ein Mitglied des Fachverbandes der bayerischen Standesbeamten erfahren. Eigentlich sollte ja die Regierung von Mittelfranken oder das Ministerium in München die erstinformierende Behörde sein, aber der Fachverband hat oft die Nase vorn.
Haben sich schon viele Paare gemeldet? Gibt es einen Ansturm?
Petri-Schmitt: Es haben sich inzwischen schon sieben Paare gemeldet. Persönlich war ein Paar bei uns im Rathaus. Einen Ansturm würde ich das aber nicht nennen. Das könnte man vielleicht bei 20 Paaren am Tag sagen. Wir rechnen aber insgesamt schon mit einer verstärkten Nachfrage nach den Veröffentlichungen in den vergangenen Tagen.
Macht es für Sie einen Unterschied, ob Sie gleichgeschlechtliche oder gegengeschlechtliche Paare trauen?
Petri-Schmitt: Wir haben im Kollegen- und Kolleginnenkreis darüber gesprochen. Für unser Team macht das keinen Unterschied. Uns im Standesamt sind beide Paarformen - ob gleichgeschlechtlich oder gegengeschlechtlich - willkommen.
Verändern Sie die Rede, die Sie für gleichgeschlechtliche Paare halten? Oder verändern Sie die äußere Form der Zeremonie?
Petri-Schmitt: Die Reden formulieren wir persönlich. Es ändern sich aber nur Begrifflichkeiten: Aus «Ehe» wird zum Beispiel «Lebenspartnerschaft». Auch die Zeremonie bleibt unverändert. Wer sich übrigens genauer über die neue Regelung und Kosten informieren will, der kann im Internet unter der Adresse www.erlangen.de unter den Stichworten «Lebenspartnerschaft» oder «Standesamt» weitere Hinweise bekommen. Interview:
RALF H. KOHLSCHREIBER |