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«Mobilität als soziales Grundrecht» – unter diesem Motto sammelte gestern das «Bündnis Sozialticket» zahlreiche Unterschriften am U-Bahn-Eingang Königstorpassage für die Einführung eines Sozialtickets.
«Fahrpreise eingrenzen statt Menschen ausgrenzen» – mit diesem Slogan und leuchtend gelben T-Shirts lockten die Anhänger des Bündnisses viele Passanten an, um sich gemeinsam mit ihnen durch eine Unterschriftensammlung für das Sozialticket stark zu machen.
Jede Preiserhöhung bei der VGN bedeute eine weitere Einschränkung der Mobilität. Diese sei jedoch erforderlich, um zur Arbeitsstelle zu kommen oder sich am gesellschaftlichen und kulturellen Leben beteiligen zu können, so das Bündnis. 29,90 Euro für das billigste Monatsticket seien zu viel für Menschen, die wenig Geld haben, sagte Ludwig Wenk vom Sozialforum. Als symbolischer Preis für das Ticket wurden 11,23 Euro festgelegt. Dieser Betrag steht einem Hartz IV-Empfänger laut Regelsatz für «fremde Verkehrsleistungen» monatlich zur Verfügung. Bisher wurden bereits über 5000 Unterschriften gesammelt. «Diese Liste wollen wir vor den kommenden Haushaltsberatungen im Herbst dem Stadtrat überreichen und auf Durchsetzung hoffen», erklärte Elisabeth Ramthun vom Stadtteilzentrum Desi.
Auch im Internet kann man für das Sozialticket stimmen: www.buendnis-sozialticket@web.de und www.buendnis-sozialticket.de. anf |