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Regen tat der guten Stimmung bei der 14. Auflage des «QuattFo» keinen Abbruch. Auch wenn die Spielfelder auf der Sportinsel teilweise an «Woodstock» erinnerten, maßen sich 500 Sportler aus nah und fern mal wieder in vier Ballsportarten und hatten dabei jede Menge Spaß.
FORCHHEIM (ah) - Teilweise bis auf die Haut nass kämpften wieder 64 Teams mit je acht Spieler/innen um den Sieg. Den holte sich wie im Vorjahr «Docs Team».
Die «Silbermedaille» ging an die «Barmherzigen Prügler» aus Regensburg. Dritte wurden BAF & Co. aus Forchheim.
Auf den weiteren Plätzen bis Rang zehn: Apachen-Pub (Hallstadt), Die Nachtschwärmer (Erlangen), Bayreuther Erpfel (Fürth), Abkakelt, Bahama Papas (Forchheim), Dixies Torjäger (Erlangen), Gwinna will I (Forchheim).
Erst zum Ende des Turnier verzogen sich die Regenwolken. Dennoch waren die Organisatoren zufrieden. «Auch wenn uns zwei bis drei Gruppen angesprochen haben, ob wir das Turnier nicht absagen sollen, haben wir nicht daran gedacht», unterstrich Stefan Kindler.
Doch selbst er musste mal wieder staunen: «Es ist bewundernswert, wie sich die Teams bei solch einem Wetter immer wieder motivieren, gute Miene zum bösen Spiel machen, auch wenn das Wasser zu den Schuhen reinläuft.»
Akteure ließen Vorsicht walten
Trotz des Regens, der die Spielfelder rutschig machte, hat es laut Kindler weniger Verletzungen als im Vorjahr gegeben. Je schwieriger die Plätze zu bespielen waren, desto vorsichtiger wurde gespielt. «Die Leute gehen bis auf den normalen sportlichen Ehrgeiz normal miteinander um», freute sich der Sprecher der Organisatoren. Das «QuattFo-Orga-Team» hatte wieder viele Stunden Freizeit geopfert, um bei Vorbereitung und Durchführung des Turniers, aber auch bei den Aufräumarbeiten zu helfen.
Durchhaltevermögen gelobt
Die Siegerehrung wurde von Bürgermeister Franz Streit und vom 2. VfB-Vorsitzenden Stefan Schick vorgenommen. Auch diese beiden lobten das große sportliche Durchhaltevermögen aller trotz der widrigen Umstände. Den Pokal hatten erstmals die Veranstalter gebastelt. Der Gewinner ist künftig verpflichtet, für das nächste Jahr einen neuen Pokal zu basteln.
Erneut wurde ein Teil des Startgeldes für lokale soziale Zwecke gespendet. Jeweils 500 Euro gingen an die Adalbert-Stifter Schule (AST) und an «Die Insel». Aufgerufen hatten die Organisatoren diesmal ferner dazu, nicht mehr benötigte Fahrräder für die Fahrradwerkstatt der Stifter-Schule zu spenden. Insgesamt kamen 20 Drahtesel zusammen, die in den nächsten Tagen der Schule überreicht werden.
Die am weitesten angereiste Mannschaft war heuer «Get Gooseflesh» aus Varel bei Bremerhaven. Das Team nahm immerhin 620 Kilometer einfach auf sich, um in Forchheim anzutreten. Mit dabei auch wieder ein Team aus Forchheims tschechischer Partnerstadt Braunau.
Werbung bis in Neuseeland
Für die gelungenste Verkleidung wurden die Wieseck Cowboys aus Heuchelheim ausgezeichnet. Skurriles auch am Rande der Veranstaltung: Beim QuattFo-Turnier im letzten Jahr wurden Aufkleber mit der Aufforderung ausgegeben, diese «all over the world» anzubringen. Die Resonanz war riesig.
Der weitest entfernte Aufkleber wurde - mit Foto nachgewiesen - von Eva Riedmüller von den «Moshington Greensocks» in Christchurch in Neuseeland angebracht. Aber auch in Seoul, Tokio und Los Angeles sind nun QuattFo-Aufkleber zu sehen.
Etwas betrübt war Kindler, dass immer mehr Teams ihre eigene Verpflegung mitbringen und nicht die Angebote der Veranstalter nutzen. «Im Prinzip haben wir ja nichts dagegen, aber mit den Einnahmen aus Kaffee und Kuchen, Getränken und Speisen finanzieren wir unser Turnier neben den Startgeldern.»
Natürlich kam neben dem Sport auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Abends sorgte im Gemeinschaftszelt «Beauty and the Beat» für Unterhaltung. Den Auftritt der Band ermöglichte finanziell die Sparkasse Forchheim als Sponsor. |