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Mit Shakespeare-Variationen des Christian-Ernst-Gymnasiums endeten die Erlanger Schultheatertage.
Hallo, was ist denn hier los? Ein Drunter und Drüber, ein Locken und Streiten, ein Hin und Her, bestimmt ganz nach Shakespeares Geschmack - wenn es der englische Altmeister noch hätte sehen können.
Hat er aber nicht, denn das Schauspiel «Träume einer Sommernacht», frei - um nicht zu sagen: sehr frei - nach William Shakespeares Komödie «Ein Sommernachtstraum», hat das Christian-Ernst-Gymnasium jetzt in einer überaus ambitionierten Großproduktion unter der Leitung von Ursula Ittner, Philipp Barth, Anton Schwarzmann und Tamara Bauer zum Abschluss der diesjährigen «Schultheatertage» im Markgrafentheater aufgeführt. Was für ein Aufwand: Auf der Bühne tummeln sich die Mitglieder gleich zweier Theatergruppen, singt ein vielköpfiger «Elfenchor», erfreuen grazile «Elfentänzerinnen», beeindrucken die instrumentaltechnischen Fähigkeiten eines Kammerorchesters sowie Gesangssolisten mit barockem Liedgut (ja, ja: Die Musik entstammte Henry Purcells Semi-Oper «A Fairy Queen» von 1692.) Alles zum Wohle einer einzigen Sache - nämlich leichtfüßig-schwebend zu verzaubern, ironisch zu funkeln, schelmisch zu brillieren. Dabei wurde Shakespeare relativ durch die Mangel gedreht, sind plötzlich
Kobolde mit von der Partie, tauchen «Freundinnen» auf, wird streckenweise sehr heutig parliert - doch dies durchaus im Shakespeare’schen Sinne: Typen- und Körperkomik, Aktion, Klamauk, Wortwitz, Melancholie und Herzeleid ergeben hier, in Ittners (trotz allem überlanger) Textfassung, eine quicklebendige Mischung, die die Schüler im minimalistischen Bühnenbild mit seinen klug eingesetzten, variablen Elementen genau so präsentieren: quicklebendig eben. Schlussendlich findet in diesem CEG-Elfenwald doch auch wieder jedes Töpfchen sein Deckelchen. Shakespeare hätt’s gefreut. mko |