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LOKALMELDUNGEN - FÜRTH UND UMLAND  

Kopfsprung ins «Sprachenbad»

Gymnasiastinnen vom HLG betreuten sieben Maischüler aus anderen Ländern
 Kopfsprung ins «Sprachenbad»
Foto: Hans-Joachim Winckler
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FÜRTH (afs) - Um junge Migranten beim Erlernen der deutschen Sprache zu unterstützen, hat sich die Hauptschule Maistraße mit Schülerinnen des Helene-Lange-Gymnasiums zusammengetan.

Jehona kommt aus dem Kosovo und ist erst seit einem halben Jahr in Deutschland, Sandy aus dem Irak gerade einmal wenige Wochen. Die Mädchen sind 12 und 11 Jahre alt und Schülerinnen der Hauptschule in der Maistraße. Für Kinder wie sie ist das Projekt der «außerschulischen Hausaufgabenbetreuung» gedacht.

Drei Elftklässlerinnen des Helene-Lange-Gymnasiums haben Kinder aus sieben verschiedenen Ländern ein halbes Jahr lang begleitet und gefördert. Drei Mal die Woche waren Maria Schöpf, Sabine Marz und Alissa Hofmann in der Maistraße und haben mit ihren sieben «Adoptiv-Schülern» Hausaufgaben gemacht, gespielt und vor allem Deutsch gesprochen.

«Jede Situation, in der sich die Kinder mit der Sprache auseinandersetzen, ist wichtig. Und das ist eben am besten in kleinen Gruppen möglich», unterstreicht die Lehrerin und Leiterin der «Deutschlandgruppe», Eva-Maria Brütting. Zwölf Stunden in der Woche arbeitet sie mit ausländischen Kindern, den Rest der Zeit besuchen sie reguläre Klassen. Ein «Sprachenbad», dass nicht für alle Kinder gut ist. «Manche lernen schnell und schwimmen bald oben mit, andere gehen unter» sagt die Pädagogin. «Die Integration der Migranten ist das Wichtigste» fügt die Sozialarbeiterin der Schule, Karin Schuster, hinzu, und die hinge nun einmal eng mit der Sprache zusammen.

Außer den beiden Mädchen sind auch Duc-Han aus Vietnam und Ercan aus Bulgarien bei dem Pressegespräch dabei. Direktor Gerhard Graefe, Konrektor Ruprecht Fischer, Eva-Maria Brünning und Rainer Müller vom HLG dankten den Betreuerinnen, und Karin Schuster verlieh den Kindern und ihren Betreuerinnen ein Zertifikat.
24.7.2009
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