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LOKALMELDUNGEN - FORCHHEIM UND UMLAND  

Polizei zum Festausklang viel beschäftigt

Delikte reichten von Diebstahl über Körperverletzung bis zu sexueller Belästigung
 Polizei zum Festausklang viel beschäftigt
FORCHHEIM - Die Polizei hatte an den letzten beiden Annafest-Tagen noch einmal alle Hände voll zu tun. Die Delikte waren breit gefächert.

Gleich mehrmals schlug ein 18-Jähriger aus dem Landkreis am späten Sonntagabend einen 17-Jährigen mit der Faust auf den Kopf. Der junge Geschädigte kam am Montagabend zur Inspektion und zeigte den Sachverhalt nachträglich an. Grund des Angriffs sollen Unstimmigkeiten der beiden Beteiligten gewesen sein.

«Versilbern» wollte am frühen Montagabend ein 65-jähriger Festbesucher sechs Maßkrüge von verschiedensten Kellern auf dem Annafest. Der Mann aus dem benachbarten Landkreis Erlangen-Höchstadt versuchte am Neder-Keller vier Krüge einzulösen. Aufgrund fehlender Pfandmarken gelang ihm dies jedoch nicht.

Zwei bislang unbekannte junge Männer begrapschten am Montagabend gegen 21 Uhr ein 14-jähriges Mädchen hinter dem Neder-Keller in der Nähe des Toilettenhäuschens. Aus einer Fünfergruppe heraus gingen die beiden männlichen Personen auf die Geschädigte zu und berührten sie unsittlich. Eine Beschreibung konnte die aus Forchheim stammende Geschädigte nicht abgeben. Die zu Hilfe gerufene Mutter erstattete daraufhin Anzeige bei der Forchheimer Polizei. Hinweise bitte an die PI Forchheim.

Kurz vor Mitternacht gerieten zwei Männer aus dem Landkreis an der Bushaltestelle aneinander. Einsatzkräfte schlichteten den Streit.

Gegen 3 Uhr in der Früh hatten fünf Forchheimer im Alter von 20 bis 22 Jahren in der Bamberger Straße massive Meinungsverschiedenheiten. Nach einem durch Polizeibeamte ausgesprochenen Platzverweis entspannte sich die Lage.

In die Haare geraten

Eine 23-Jährige und ein 19-Jähriger aus dem Landkreis gerieten sich kurz vor Mitternacht in die Haare. Ob der Alkoholwerte der beiden Kontrahenten von jeweils einem Promille gelang es den Polizeibeamten nicht, gleich den Sachverhalt zu ergründen.

Mit 2,3 Promille lag gegen Mitternacht ein 31-jähriger Mann aus Erlangen vor dem Kaiser-Keller regungs- und orientierungslos auf dem Boden. Nach Erstbehandlung durch den ASB wurde er in die Obhut von seinen nüchternen Freunden übergeben.

0,9 und 0,8 Promille zeigte der Alkotest bei zwei 14-jährigen Mädchen aus dem Landkreis am späten Montagabend. Ebenfalls zwei 15-jährige Mädchen aus dem Landkreis erreichten beim Alkotest gegen Mitternacht im Bereich der oberen Keller einen Alkoholpegel von 1,2 und 0,4 Promille. Das Jugendamt wird von diesen Vorfällen unterrichtet. Mit 0,8 Promille trafen Bereitschaftspolizisten gegen 23 Uhr einen 15-jährigen Schüler in der Nähe der Ponybahn an. Die Eltern der fünf Aufgegriffenen holten ihre Zöglinge aus dem Gewahrsam der Polizei ab.

Weil er für eine «Happy-Hour» mit Plakaten Werbung machte und Wodka mit Götterspeise auf den Wegen anbot, erwartet einen 48-jährigen Gewerbetreibenden nun eine Anzeige nach dem Gaststättengesetz. Seine Aktion wurde von Zivilbeamten beobachtet und sofort eingestellt. Auch sofort unterbunden wurde die Happy-Hour auf einem weiteren Keller, wo eine 33-jährige Betreiberin in ihrer Bar «Zwei zum Preis von Einem» anbot.

Die Unterstützungskräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei und Polizeibeamte der Forchheimer Inspektion stellten 13 Verstöße gegen die Annafestverordnung fest. In nahezu allen Fällen transportierten die fast durchwegs Jugendlichen Alkohol, angefangen vom «Fränkischen Pfläumli» bis zur Flasche Wodka, auf das Annafestgelände.

Auch Anwalt war angetrunken

Einem 22-jährigen Fürther verweigerten die Verantwortlichen auf den oberen Kellern die Auszahlung des Krugpfandes, da er keine Pfandmarken vorweisen konnte. Nachdem der junge Mann immer aggressiver wurde, verständigte die Sicherheitskraft die Polizei. Um Straftaten zu unterbinden, brachten Polizeibeamte den Uneinsichtigen, der knapp zwei Promille Alkohol im Blut hatte, zum Hauptbahnhof. Auch der von ihm telefonisch verständigte 39-jährige Rechtsanwalt, der zum Einsatzgeschehen hinzukam, wurde renitent und wurde nach einem Alkotest, Ergebnis 1,1 Promille, des Platzes verwiesen.
5.8.2009
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