Bedürftige erhalten ab sofort in zahlreichen Nürnberger Apotheken Ermäßigungen auf Medikamente. Gegen Vorlage des Nürnberg-Passes bekämen einkommensschwache Nürnberger beim Kauf von nichtverschreibungspflichtigen Arzneimitteln einen Rabatt von 20 Prozent. Kurse der örtlichen Volkshochschule könnten sie künftig unter bestimmten Voraussetzungen kostenlos besuchen, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Der Nürnberg-Pass wurde 1986 als zentrales Element der Armutsbekämpfung eingeführt. Inzwischen besitzen rund 28000 bedürftige Nürnberger die Karte, die ihnen in vielen öffentlichen Einrichtungen und Vereinen Vergünstigen sichert. Im Jahr 2008 stieg die Zahl der Nürnberg-Pass-Inhaber um 30 Prozent. So erhalten Kinder mit dem Nürnberg-Pass einen Essenszuschuss von 2,15 Euro in Kindergärten, Horten, Ganztagsschulen und Schülertreffs. Rund 17000 Kinder bis 14 Jahren waren Ende 2008 in Nürnberg auf staatliche Leistungen wie Sozialgeld oder laufende Hilfe zum Lebensunterhalt angewiesen.
dpa |