Die Felsenkeller im Forchheimer Kellerwald sind fast ausnahmslos sanierungsbedürftig. Nun will das Landesamt für Denkmalpflege die historischen Anlagen in die Denkmalliste aufnehmen.
FORCHHEIM (Eig. Ber./dik) - Man kennt sie vom Forchheimer Annafest: Die in Sandstein gehauenen Stollen unterschiedlicher Länge und Höhe haben zum Teil datierte Eingangsportale, Stützmauern, Treppen und Terrassen. Laut der Denkmalschutzbehörde erfüllen sie die «Kriterien eines Baudenkmals aus baugeschichtlichen, geschichtlichen und volkskundlichen Gründen». Sie stellen «ein frühes Zeugnis bürgerlichen Freizeitvergnügens» dar.
Vor allem Bier gelagert
24 dieser unterirdischen Lagerräume werden nun als Baudenkmäler ausgewiesen. Die ältesten lassen sich bis ins späte 17. Jahrhundert zurückdatieren. Es ist freilich möglich, dass einzelne Keller noch älter sind. Jedenfalls haben die Felsgänge über Jahrhunderte hinweg zur Lagerung von Lebensmitteln gedient, vorzugsweise von Bier.
Bis auf einen Keller sind alle anderen Stollen sanierungsbedürftig. Die Kosten bewegen sich jeweils zwischen 15 000 und 50 000 Euro. Die Pächter hoffen auf Zuschüsse und steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten. |