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Grizzlys sind heiß auf ihre Gegner

Ringer der SV Johannis 07 starten optimistisch in die Saison

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NÜRNBERG – Die vergangenen Jahre in der Ersten Bundesliga waren für die Ringer der SV Johannis 07 vor allem geprägt vom Kampf und Bangen um den Klassenerhalt. Jetzt, eine Klasse tiefer in der Zweiten Liga Nord, steht für Tim Schleicher und Co. vor allem eines im Fokus: Spaß und endlich wieder Erfolgserlebnisse.

«Der Kader ist wohl der bisher stärkste der Vereinsgeschichte, das kann man schon so sagen», meint SV-Abteilungsleiter Guido Fischer vor dem ersten Heimkampf am Samstag (19.20 Uhr) gegen RC Germania Potsdam. Die Gründe dafür sind vielfältig. «Zum einen sind unsere eigenen Jungs besser geworden, immerhin haben wir gleich vier EM-Teilnehmer in unseren Reihen», sagt Fischer. «Außerdem sind unsere guten ausländischen Neuzugänge vom vergangenen Jahr nun alle startberechtigt.»

Neben den letztjährigen Neuen Andras Horvath, Evgenji Valentir, Lajos Virag und Laszlo Dömötör, die in der vergangenen Saison auf Grund einer versäumten Frist keine Starterlaubnis erhielten und nur zusehen durften, ist außerdem der Kubaner Yoel Romero zum Team dazugestoßen. Der 32-jährige Freistilkämpfer hebt den Altersschnitt der Mannschaft deutlich an, der sonst bei 22 Jahren liegt. «Yoel ist ein super Ringer, der viel Erfahrung mitbringt», sagt Fischer.

So gestärkt gelten die Johannis Grizzlys als heißer Anwärter für die Meisterschaft in der Zweiten Liga Nord, die sich bis auf den TSV Burgebrach hauptsächlich aus Mannschaften aus den neuen Bundesländern zusammensetzt. Anders als in den Vorjahren wird es am Saisonende keine Aufstiegskämpfe mehr geben. Der jeweils Erstplatzierte steigt direkt in die Bundesliga auf. Dorthin wollen die Ringer der SV Johannis so schnell wie möglich zurückkehren.

«Unser Ziel ist es, keinen einzigen Kampf zu verlieren», stellt Fischer klar. «Unser Kader ist absolut bundesligatauglich.» Zugute kommen könnte den Grizzlys auch die neue Regelung, dass man mit mindestens vier deutschen Ringern auf die Matte gehen muss. Im nächsten Jahr soll diese Neuregelung auch in der Ersten Liga eingeführt werden. Ein Verstoß wird mit Punktabzug bestraft.

Die erste Hürde in Richtung Wiederaufstieg soll am Samstagabend genommen werden, wenn der RC Potsdam an den Zeisigweg kommt. Bis auf Marc Pöhlmann – der 16-Jährige wurde kurzfristig am Zeh operiert und muss noch ein paar Tage pausieren – sind alle fit. Fischer ist dennoch zuversichtlich: «Marcs Ausfall ist kein Problem für uns. Wir sind in diesem Jahr in einigen Klassen sogar zweifach stark besetzt.»

Die weiteren Heimkämpfe: RC Germania Potsdam (29. August), TuS Jena (5. September), Luftfahrt Berin (26. September), KG Rostock/Warnemünde (4.Oktober), WKG Plausa (17. Oktober), TSV Burgebrach (7. November), RSV Rotation Greiz (14. November), RSV Gelenau (28. November), FC Erzgebirge Aue (12. Dezember).

Stephanie Händel
27.8.2009 19:08 MEZ
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