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LOKALMELDUNGEN - FÜRTH UND UMLAND  

Heft des Handelns in eigene Hände nehmen

Die Kommunikationstrainerin Stefanie Demann schrieb ein Buch über «Selbstcoaching»
 Heft des Handelns in eigene Hände nehmen
Foto: privat
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FÜRTH - Frische Ideen, neuer Schwung und eine gesteigerte Motivation: Seit sich Sportler und Manager coachen lassen, möchten auch ganz normale Menschen eigene Fähigkeiten und Stärken besser nutzen. Die Fürther Kommunikationstrainerin Stefanie Demann setzt auf Eigeninitiative: «30 Minuten Selbstcoaching» heißt ihr neues Buch.

Frau Demann, kann man wirklich in einer halben Stunde sein eigener Coach werden?

Demann: Wenn man die Übungen auslässt, kann man das Buch tatsächlich in 30 Minuten durchlesen. Der kleine Ratgeber hat nur 80 Seiten, ist eingängig und locker geschrieben.

Sie selbst arbeiten als Coach. Mit welchen Problemen kommen Ihre Kunden zu Ihnen?

Demann: Die meisten sind ins Grübeln gekommen, ob sie das, was sie machen, den Rest ihres Lebens machen wollen. Sie wollen wissen, was passt am besten zu mir? Manche sind ja in die Karriere reingerutscht, plötzlich befördert worden und sehen sich gar nicht als Führungspersönlichkeit.

Was schlagen Sie vor?

Demann: Sich darüber klar zu werden, wo bin ich, was kann ich, was will ich? So sind auch die Kapitel aufgebaut. Viele wünschen sich, das Heft des Handelns wieder in die Hand zu nehmen.

Das Ziel ist?

Demann: Das eigene Talent, die eigenen Stärken zu erkennen und dann zu handeln, um das Beste aus sich zu machen. Da sind viele zum ersten Mal wirklich stolz auf sich.

Wer Coaching hört, denkt doch erstmal an die eigene Schüchternheit und den Chef, der den Einsatz nicht honoriert, oder an die passende Kleidung.

Demann: Das würde bei mir persönlich unter Selbst-PR und die «Kunst sich besser zu verkaufen» fallen. Beim Coaching geht es um die Frage: Setze ich mir für den Rest des Lebens ein Ziel oder lasse ich mich treiben?

Ist es denn schlecht, sich treiben zu lassen?

Demann: Es geht nicht um gut oder schlecht. Aber es hilft vielen, zu schauen, was sie geschafft haben und was sie wollen. Das Ziel soll eine Herausforderung sein, keine Überforderung.

Ist es gut, das allein zu machen?

Demann: Das Buch ist eine gute Unterstützung. Bei vielen ist es nun mal so, dass die Firma ein Coaching nicht bezahlt und man selbst finanziell überfordert wäre.

Glauben Sie, dass man allein ehrlich zu sich selbst ist?

Demann: Das ist die Voraussetzung. Wem es schwer fällt, das allein für sich zu machen, kann sich mit Freunden oder dem Partner austauschen.

Was haben Sie selbst beim Schreiben gelernt?

Demann: Dass es unglaublich lange dauert, bis ein Buch erscheint. Geschrieben habe ich es vor zwei Jahren. Dann kam es immer wieder auf meinen Schreibtisch. Aber ich bin extrovertiert und habe vielen vorher Auszüge gezeigt und die Übungen in Seminaren ausprobiert.

Was kam denn gut an?

Demann: Die 24-Stunden-Uhr. Dabei tragen Sie ein, was Sie einen ganzen Tag lang machen und notieren, was Ihnen davon Spaß macht und was nicht. Dabei kann man auch Ideen finden, wie sich die Minuszeichen in etwas Gutes umwandeln lassen.

Interview: GABI PFEIFFER

Stefanie Demann: «30 Minuten Selbstcoaching», Gabal Verlag, 80 S., ISBN 978 -38 69 36 02 63, 6,50 Euro.
11.9.2009
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