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THUISBRUNN/HAIDHOF (rd) - Autoteile, Armaturen und Bauteile für die Medizin- und Hybridtechnik werden in Haidhof bei der Firma Hofmann GmbH Fertigungstechnik hergestellt. Zur Einweihung des Neubaus gab es sogar Lob von der Regierung von Oberfranken.
Als einen mittelständischen Unternehmer mit Vorbildfunktion bezeichnete Regierungsdirektor Thomas Engel Firmengründer Roland Hofmann. Der hatte vor 20 Jahren nach dem Abschluss seiner Ausbildung und seiner Gesellenzeit als Mechaniker im ausgeräumten Schweinestall seines Vaters seine erste Werkstatt eingerichtet.
Eine Kreissäge und eine Drehbank hatte er als Erstausstattung. Der Raum war ungeheizt und entsprach auch sonst nicht gerade den Anforderungen an eine feinmechanische Werkstatt. 1990 wurde die erste CNC-Fräsmaschine gekauft. Der erste Mitarbeiter kam 1991, bis dahin hatte die ganze Familie mitgeholfen. Ein Jahr später wurde ausgebaut.
Nichts für das Gewerbegebiet
Bald wurde aus der Einzelfirma eine Gesellschaft, zehn Jahre nach der Gründung erfolgte die Zertifizierung. Neue Mitarbeiter kamen hinzu und man befasste sich mit einem Neubau. Die Stadt Gräfenberg hätte das aufstrebende Unternehmen gerne in ihrem Gewerbegebiet gesehen, doch die Nähe der Steinbrüche und die sehr hohe Empfindlichkeit, die Steuerungsmechanik und hohe Präzision der Maschinen ließ dies nicht zu. 2007 waren die Voraussetzungen geschaffen in Haidhof an der Leutenbacher Gemarkungsgrenze zu bauen, im Frühjahr 2008 zog die Firma ein.
Entstanden ist eine hochmoderne, klimatisierte Produktionshalle mit mehr als 2700 Quadratmetern, davon sind etwa 1700 Quadratmeter Produktions- und 600 Quadratmeter Lagerfläche, in der sich die computergesteuerten Fertigungsautomaten im Wert von über vier Millionen Euro befinden.
Geboten werden 35 qualifizierte Arbeitsplätze, dazu kamen in diesem Jahr zwei Auszubildende, die den Beruf als Industriemechaniker lernen. Im nächsten Jahr sollen noch einmal zwei Auszubildende dazu kommen.
Das wusste Luc Tran von der IHK Bayreuth zu würdigen, der eine Anerkennungsurkunde überreichte. Auch Reinhard Wirth als Vertreter der Handwerkskammer lobte in dem kleinen Festakt die kontinuierliche Innovation des Familienbetriebs.
Wirtschaftsförderer Andreas Rösch vom Landratsamt Forchheim wünschte sich ebenso wie der Gräfenberger Bürgermeister Werner Wolf mehr solche Betriebe, bei denen nicht nur in Gebäude und Betriebsmittel investiert wird, sondern auch Motivation, Entwicklung und Weiterbildung der Mitarbeiter im Fokus stehen.
Den kirchlichen Segen sprach Pfarrer Hans-Jürgen Johnke aus Affalterthal. Mit großem Stolz nahmen der Firmenchef und seine Frau die Glückwünsche der vielen Gäste entgegen. |