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FORCHHEIM - Die Stadtratsfraktion der Forchheimer Grünen Liste (FGL) hat ein «glaubwürdiges Gesamtkonzept» für das Jubiläums-Annafest 2010 sowie ein generelles Schnapsverbot gefordert.
Nur ein solches könne dauerhaft die Attraktivität des Festes sichern, so die FGL in einer Pressemitteilung. Dieses Konzept müsse viel mehr als bisher den Empfehlungen der Einsatzkräfte und Experten aus Polizei, Jugendamt, Kreisjugendring und der Rettungsdienste folgen und nicht nur den «einseitigen Interessen des Kommerzes».
Nach Auffassung der FGL-Fraktion müsse die Stadt Rahmenbedingungen schaffen wie ein generelles Schnapsverbot und wieder reduzierte Ausschankzeiten.
Verwaltung zwiespältig?
Auf Unverständnis stößt die von der Verwaltung getroffene Aussage, dass das Annafest eine Familienveranstaltung sein soll, angesichts der von derselben Verwaltung vorgeschlagenen Änderungen für das Annafest 2010. Die Fraktion befürchtet, dass die verlängerten Ausschankzeiten zu mehr Alkoholkonsum und in der Folge mehr Auseinandersetzungen führen werden. Schon dieses Jahr habe die verlängerte Ausschankzeit laut Polizeibericht nicht zu einer Entlastung der Einsatzkräfte geführt, sondern lediglich zu einer zeitlichen Verschiebung nach hinten.
Im Vergleich zum Vorjahr wurden sogar 30 Prozent mehr Einsätze verzeichnet. Eine Verlängerung der Betriebszeiten bis 1 Uhr für Verkaufsbuden lehnt die FGL-Fraktion mit Rücksicht sowohl auf die Anwohner des Festgeländes als auch die zahlreichen Einsatzkräfte ab.
Lieber «gemütlich feiern»
Wichtig aus Sicht der FGL sei es, «das gemütliche Feiern und Beisammensein im Forchheimer Kellerwald in den Vordergrund zu stellen». Das könne aber nur gelingen, wenn ein breiter Konsens erzielt werde, ernsthaft etwas gegen Alkoholmissbrauch und dessen Folgen zu unternehmen. «Nach unserer Überzeugung gehört Hochprozentiges und Schnaps nicht zwingend zum Feiern», meinte Fraktionsvorsitzende Annette Prechtel.
Rechtzeitig vor dem Annafest 2010 soll entweder im Rahmen einer freiwilligen Selbstvereinbarung aller Wirte oder per Verbot der Schnapsverkauf generell unterbunden werden. Prechtel: «Die besten Präventionsmaßnahmen nützen schließlich nichts, wenn auf dem Festgelände Schnaps und Cocktails ganz offensiv angeboten, beworben und ausgeschenkt werden.»
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