GRÄFENBERG (fr) - Der Stadtrat sprach sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig dafür aus, das 31 Jahre alte Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) der Feuerwehr in Thuisbrunn durch ein neues Löschgruppenfahrzeug (LF 10/6) zu ersetzen. Er begrenzte aber den städtischen Anteil an den Kosten auf 120 000 Euro, allerdings zuzüglich des zu erwarteten staatlichen Zuschusses in Höhe 53 000 Euro.
Gleichzeitig wurde die Verwaltung damit beauftragt, mit dem zuständigen Kommandanten Reinhold Polster die notwendige Ausstattung abzustimmen, mit der technischen Abteilung der Regierung von Oberfranken die Notwendigkeit der Ausstattung zusammen mit der Förderfähigkeit des Kaufs abzuklären, gegebenenfalls den Zuschuss zu beantragen sowie eine entsprechende Ausschreibung auszuarbeiten.
Damit einhergehend soll aber zuvor noch die Möglichkeit abgeklärt werden, wie Bürgermeister Werner Wolf dazu ergänzend anmerkte, im Rahmen einer Sammelbestellung mit anderen Gemeinden einen zusätzlichen Rabatt zu erzielen. Die für diese Ersatzbeschaffung notwendigen Mittel von 120 000 Euro sollen je zur Hälfte im laufenden sowie im nächsten Haushaltsjahr eingestellt werden.
Damit konnten sich die Befürworter einer restriktiven Haushaltspolitik in dem Gremium durchsetzen, die angesichts des immer noch angespannten Stadtetats eine Senkung der Ausgaben forderten. In diesem Zusammenhang war sicherlich auch ein Vorschlag von Stadtrat Georg Rammensee (CSU) zu sehen, der viele Jahre als Kreisbrandinspektor selbst an der Spitze des Feuerwehrwesens im oberen Landkreis mitgemischt und die Zuteilung des neuen Fahrzeuges an die Stützpunktwehr in Gräfenberg gefordert hatte. Deren bisheriges Einsatzfahrzeug sollte als Ersatz für das in den letzten Zügen liegende Auto in Thuisbrunn dienen.
Nachdem aber der Gräfenberger Kommandant Thomas Müller in einer Stadtratssitzung erklärt hatte, dass deren altes Fahrzeug inzwischen an das Alter des Thuisbrunner hinkommen würde, also ein Tausch nicht viel Sinn ergebe, musste dieser Vorschlag dann auch zu den Akten gelegt werden. In den Kreisen der Thuisbrunner Brandschützer dürfte jetzt wohl die Erleichterung groß sein, mussten sie doch in letzter Zeit ihre Einsätze mit einem Vehikel absolvieren, dass bei der Fahrt zum Einsatz schon einmal eine Türe verlor.
Depot hinter Gittern
Unter den an diesem Abend zu behandelnden Bauwünschen befand sich auch ein Bauantrag auf Errichtung einer Außenlagerbox am Standort des Rewe-Lebensmittel- und Getränkemarktes im «Sondergebiet Einzelhandel Nordost» an der Bundesstraße 2. Das Gremium stimmte der Errichtung einer feuerverzinkten 6,85 mal 3 Meter m großen Metallgitterbox schließlich ohne Gegenstimmen zu. Sie soll zur Lagerung von Saisonware dienen. |