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SPORT - ROTH UND UMLAND  

Trainer behielt Nerven

Der letzte Schuss entschied über Sieg und Niederlage
 Trainer behielt Nerven
Foto: Giurdanella
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HILPOLTSTEIN (pü) - Die Rechnung der Hilpoltsteiner Luftpistolenschützen bei den gestrigen Heimwettkämpfen in der Regionalliga Süd ging zwar auf. Doch dauerte das Zittern um den zweiten Saisonerfolg bis zum allerletzten Schuss. Trainer Rainer Leonhard, der an Position fünf schoss, behielt im Duell mit dem Waldaschaffer Thomas Brandl beim Stande von 2:2 die Nerven. Eine «Neun» bedeutete den dritten Punkt und damit den Sieg. Bei einer «Acht» von Leonhardt wäre ein Stechschuss um den Sieg fällig gewesen. Bei einer «Sieben» hätten die Burgherren vor zwei Dutzend Zuschauern zum zweiten Male an diesem Tage das Nachsehen gehabt.

Die Auftaktniederlage gegen den Erzrivalen aus Zwiesel hatte Schützenmeister Robert Landmann insgeheim eingerechnet. Nicht aber, dass die Hilpoltsteiner mit 1:4 unter die Räder geraten würden. Wie schon in der Vergangenheit, hatte die FSG auch diesmal gegen die Schützen aus dem Bayerischen Wald ihre liebe Not. Mehr als der Ehrenpunkt durch den starken Horst Rödel gelang gegen den Titelaspiranten aus Zwiesel nicht.

Dem deutlichen 1:4 (aus Hilpoltsteiner Sicht) sollten an diesem Wettkampftag im Hilpoltsteiner Schützenhaus drei hart umkämpfte 3:2-Ergebnisse folgen. Zuerst besiegte die BSG Schweinfurt den SV Waldaschaff mit diesem Ergebnis. Anschließend setzte sich die FSG Zwiesel mit 3:2 gegen Schweinfurt durch und schraubte damit ihr Ergebnis auf 8:0 Punkte.

Zuletzt mussten die Hausherren gegen den noch sieglosen SV Waldaschaff ran. Siegen ist Pflicht, hatte Schützenmeister Landmann als Devise ausgegeben. Bis allerdings die beiden Mannschaftspunkte unter Dach und Fach waren, mussten die Burgherren gehörig zittern. Nachdem Kurt Schmidt an Position «eins» knapp mit 374:376 Ringen den Kürzeren gezogen hatte und Stefan Lutz (368 Ringe) in dem Waldaschaffer Meister (kam mit vier 94er-Serien auf 376 Ringe) seinen Meister fand, sah es vorübergehend zapfenduster aus für die Hausherren.

Ein glänzend aufgelegter Alexander Engel sorgte mit dem einzigen eindeutigen Ergebnis (378:358) für den Hilpoltsteiner Anschlusspunkt. Spannend anschließend wieder der Vergleich zwischen Horst Rödel und dem Waldaschaffer Peter. Bei der letzten Serie zog Rödel unaufhaltsam davon. Mit 96 Ringen und einem Gesamtergebnis von 372 distanzierte er seinen Gegner noch um 14 Ringe.

Der Show-down zwischen Rainer Leonhardt und Thomas Brandl hätte nicht spannender sein können. Bis zum 37. Schuss waren die Konkurrenten ringgleich. Der Waldaschaffer gab zuerst seinen letzten Schuss ab und brachte den FSG-Trainer damit in Zugzwang. Leonhardt aber ließ sich nicht verunsichern. Nach seiner «Neun» war die Erleichterung riesengroß. 362:361 lautete das Endergebnis. Ein «geschaffter» Schützenmeister Landmann sprach von einem «heißen Ritt».

Mit 4:4 Mannschaftspunkten (9:11 Einzelpunkte) kann die FSG Hilpoltstein, die vor Jahren schon mal in der Bundesliga vertreten war, dem weiteren Geschehen in der zweithöchsten Klasse nun gelassen entgegensehen.
9.11.2009
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