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G 8: «Wenn die Noten absacken, greife ich ein« |
| Minister Spaenle lässt Daten über reformierte Oberstufe erheben |
| G 8: «Wenn die Noten absacken, greife ich ein« |
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MÜNCHEN - Vier Monate nach dem Start der Oberstufe im G 8 hat das Kultusministerium eine genaue Beobachtung der Entwicklung zugesichert.
Mit Blick auf Klagen von Elternvertretern über zu hohe Arbeitsbelastung der Schüler und auch über schlechterwerdende Noten sagte Kultusminister Ludwig Spaenle, die Schüler würden von den Lehrkräften vor Ort intensiv begleitet. Im Gespräch mit unserer Redaktion versprach der CSU-Ressortchef: «Wo Probleme auftreten, werden wir sie angehen.« Es laufe ein Monitoring, man erfasse derzeit in Stichproben die Notenschnitte bei schriftlichen Leistungsnachweisen.
"Einzelne Ausreißer"
Bis zum Halbjahreszeugnis werde man ein objektives Bild für ganz Bayern haben. «Sollte sich zeigen, dass die Noten gegenüber der vorausgehenden zehnten Klasse und auch im Vergleich mit dem alten G 9 deutlich schlechter ausfallen, so werde ich eingreifen«, sagte der Minister. Bisher wisse das Ministerium von «einzelnen Ausreißern nach unten« bei den Durchschnittsnoten, eine generelle Verschlechterung sei aber bisher nicht zu erkennen. Sollte sich dies doch herausstellen, werde er sofort aktiv werden.
Intensiver Kontakt
Die Landeselternvereinigung der Gymnasien (LEV) in Bayern hat zahlreiche Rückmeldungen über schlecht ausgefallene Schulaufgaben oder Exen aus dem ganzen Land. Die LEV erfasst derzeit flächendeckend die Situation in der Oberstufe des G 8. Thomas Lillig, Vorsitzender der LEV, weiß von vielen Fällen, in denen die Wochenarbeitszeit von Schülern «deutlich höher liegt als bei einem Industriearbeiter«. Sobald ein umfassendes Bild über die Notenentwicklung vorliegt, will Lillig auf Minister Spaenle zukommen. Der LEV-Chef bescheinigt Spaenle den Willen, Probleme zu lösen. Der Kontakt zwischen dem Ressortchef und der LEV sei «intensivst«.
Numerus Clausus droht
Spaenle gab als Ziel aus, dass die Schüler des G 8 im Abitur mindestens genausogut abschneiden wie die am G 9. Der Minister: «Am G 9 haben 99 von 100 jungen Leuten das Abitur bestanden, so muss es auch im G 8 laufen«. Diese Aussage begrüßte LEV-Chef Lillig. Er fordert aber darüber hinaus, dass die Abiturnoten in Bayern «besser werden«. Sonst seien Abiturienten aus Bayern gegenüber ihren besser benoteten Kollegen etwa aus Bremen oder Niedersachsen im Nachteil, wenn es um Studienplätze in Fächern mit Numerus Clausus (zum Beispiel Medizin) geht.
dpa/pa |
| 19.1.2010 |
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