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NÜRNBERG - Hilfe für den Kettensteg: Rund 18.000 Euro haben die Nürnberger bereits gespendet, damit die Brücke nach dem historischen Vorbild restauriert werden kann.
Erst kurz vor Weihnachten hatte der Verein BauLust seine Spendenaktion gestartet. Jetzt konnten bereits die ersten Urkunden an großzügige Geldgeber überreicht werden.
Eigentlich keine Hängebrücke mehr
All jene, die mehr als 300 Euro überweisen, erhalten eine der historischen Bohlen der 1824 von dem Mechaniker Johann Georg Kuppler errichteten Brücke. Laut BauLust handelt es sich um die älteste erhaltene Hängebrücke in Kontinentaleuropa und somit um ein Denkmal ersten Ranges der Technikgeschichte.
Ein Denkmal, das allerdings seit 1931 eigentlich keine Hängebrücke mehr ist, denn damals wurden aus Sicherheitsgründen Holzpfeiler eingesetzt, um das Bauwerk zu stützen. BauLust jedoch möchte die Konstruktion wieder dem historischen Vorbild angleichen und sie damit auch wieder leicht zum Schwingen bringen.
Stahlseile sollen Schwingung begrenzen
Ein Stahlhohlkasten, der in der alten Holzkonstruktion versteckt wird, soll für die nötige Tragfähigkeit sorgen, erläutert Alexander Hentschel vom Büro Dr. Kreuz & Partner. «Das ist quasi ein Trick.« Stahlseile sollen zudem die Schwingung begrenzen.
250.000 Euro kostet das Projekt, für das im städtischen Etat kein Geld vorgesehen ist. Die Kommune hat nur die Mittel für die dringend notwendige Sanierung der Brücke eingeplant. Dass OB Ulrich Maly deshalb sehr dankbar für die Baulust-Initiative ist, ließ er durch Stadträtin Christine Kayser ausrichten.
Der Baubeginn ist fürs Frühjahr geplant, weitere Aktionen sollen folgen, um das Spendekonto rasch zu füllen.
Spendenkonto Nr. 10618346 bei der Sparkasse Nürnberg, BLZ 76050101, Stichwort: «Kettensteg«.
Silke Roennefahrt |