Schweinehund
Diesmal erklärt der Bamberger Literaturwissenschaftler und Historiker Rolf-Bernhard Essig die RedensArt «Den inneren Schweinehund überwinden»:
Erst einmal geht es um die Schimpfwörter «Schwein» und «Hund», die durch die Verbindung noch verstärkt werden. Beide Tiere gelten als unrein und triebgesteuert. Der Mensch dagegen soll anständig sein, aber tief in ihm drin stecken auch Triebe und Laster. Meist kontrollieren wir sie zwar. Ab und zu lassen wir aber «die Sau raus». Besser wäre es, «den inneren Schweinehund» zu bekämpfen.
Es gab früher tatsächlich den Schweinehund. Den setzte man bei der Wildschweinjagd ein. Er galt als besonders ausdauernd und angriffslustig und ließ sich also nur sehr schwer überwinden. Genau wie die Triebe und der Hang zur Bequemlichkeit. |