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Areal soll zum Treffpunkt für Jugendliche werden

Basketballplatz und Sitzgelegenheiten: Fläche vor Rother Jugendhaus wird umgebaut - Parkplätze wieder gestrichen
 Areal soll zum Treffpunkt für Jugendliche werden
ROTH - Recht trostlos schaut das Areal zwischen Rother Jugendhaus und Stieberstraße derzeit noch aus. Doch das soll sich möglichst bald ändern: Ein Basketballplatz, Sitzgelegenheiten, neue Bäume und eine Hecke sollen den Platz zu einem Treffpunkt für junge Leute machen. So jedenfalls sieht es der Entwurf vor, den Landschaftsarchitektin Lucia Ermisch in der jüngsten Sitzung des städtischen Bauausschusses vorstellte.

Bereits vor einem Jahr hatte der Arbeitskreis «Sozialraumanalyse« den Antrag gestellt, das Gelände zu verändern und zum Beispiel die Fun-Arena vom Freibad in Richtung Jugendhaus zu versetzen. Die Idee stieß zwar seinerzeit auf offene Ohren, umgesetzt wurde sie aber nie.

Nun gibt es erneut einen Vorstoß, Jugendlichen hier eine Möglichkeit zum Treffen und Sporttreiben zu geben. Die meisten Ideen, die Planerin Lucia Ermisch in ihren Entwurf einarbeitete, kamen dabei von den Jugendlichen selbst. Sie wollen vor allem Platz zum Ballspielen haben. Dass statt des gewünschten Bolzplatzes allerdings «nur« einer zum Basketball-Spielen entstehen soll, ist laut Stadtbaumeister Ricus Kerckhoff der Innenstadt-Lage geschuldet. Im Stadtzentrum sei es schlicht nicht möglich, einen Bolzplatz auszuweisen.

Daher soll es nun eine sogenannte Multifunktionsfläche mit Basketballkorb und Zaun drum herum geben, welcher Fußgänger und Autofahrer vor möglichen Bällen schützt. Nach einigen Diskussionen einigte sich der Ausschuss auch darauf, hier in einen teuren, festen Gitterzaun zu investieren und damit möglichem Vandalismus vorzubeugen. Die «losen« Netze würden nämlich ständig zerschnitten werden, wusste Hochbauamtsleiter Stefan Hofmann.

Die drei Weiden vor dem Jugendhaus, die laut Lucia Ermisch eh «Wildwuchs« sind, sollen gefällt werden. Dafür werden drei neue Bäume gepflanzt. Geplant sind zudem Hecken drum herum, die das Gebiet abgrenzen, aber trotzdem nicht die Sicht verdecken. Und eine geschotterte Fläche, die zum Beispiel den Zugang ins Jugendhaus selbst erleichtert.

Eines jedoch wird es nicht geben: sechs neue Stellplätze, reserviert für das Jugendhaus. Diesem Wunsch der Mitarbeiter wollten die Ausschuss-Mitglieder nicht folgen. Vor allem Stefan Krick (CSU) zeigte sich als vehementer Gegner solcher «Sonderregeln«. Es gäbe genügend Parkhäuser rund um die Innenstadt, in denen das Auto abgestellt werden könne. Auch mit der Idee von Stadtbaumeister Ricus Kerckhoff, auf dem Parkdeck der Kulturfabrik Plätze zu reservieren, wollte sich das Gremium nicht so recht anfreunden. «Wenn die Mitarbeiter des Jugendhauses eigene Parkplätze bekommen, dann könnte auch jeder andere kommen«, kritisierte Krick. Daher beschloss der Ausschuss mehrheitlich, die sechs eingezeichneten Stellplätze wieder aus dem Plan rauszustreichen.

Kosten wird das Ganze rund 57000 Euro (abzüglich der geplanten Parkplätze, die in dieser Summe noch mit eingerechnet sind). Für das Projekt fließen Fördergelder. Nachdem der Bauausschuss dem Konzept zustimmte, wird nun bei der Regierung von Mittelfranken der entsprechende Förderantrag gestellt.

Allerdings kann es passieren, dass Sitzgelegenheit und Basketballplatz in ein paar Jahren wieder abgebaut werden. Laut Bebauungsplan kann auf dem Grundstück nämlich eigentlich ein mehrgeschossiges Haus gebaut werden. Die in der Vergangenheit eingereichten Anträge reichten vom einfachen Geschäftshaus bis hin zum Hotel. Umgesetzt wurde bislang aber noch nichts.

(wi)
8.2.2010
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