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Zweckverband Senefelder-Schule:

Die Finanzplanung bis zum Jahr 2013 vorgelegt

Außerdem wurde der Haushaltsplan für 2010 verabschiedet – Die Generalsanierung der Senefelder-Schule wirft ihre Schatten voraus
 Die Finanzplanung bis zum Jahr 2013 vorgelegt
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TREUCHTLINGEN (hed) – In der jüngsten Sitzung des Zweckverbandes «Senefelder-Schule» standen der Haushaltsplan für 2010 sowie die weitere Finanzplanung bis zum Jahr 2013 auf der Agenda. Während es sich bei den meisten Haushaltsposten um Fortschreibungen handelt, macht sich in den Zahlen allmählich die im Raum stehende Schulsanierung bemerkbar.

Zweckverbands-Vorsitzender und Landrat Franz Xaver Uhl sowie Zweckverbands-Geschäftsführer Martin Klischat stellten den Haushaltsplan 2010 nebst -satzung kurz vor. Näher eingegangen wurde in der Runde darauf allerdings nicht mehr, da das Zahlenwerk bereits im vergangenen Dezember eingehend vorberaten worden war.

Es umfasst an Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt rund 1,36 Millionen Euro, im Vermögenshaushalt 620.000 Euro, was ein Gesamtvolumen von rund 1,98 Millionen Euro ergibt (2008: 1,69 Millionen; 2009: 1,85 Millionen Euro). Kredite für Investitionen sind für heuer nicht geplant. Die Verbandsumlage beläuft sich 2010 insgesamt auf knapp 1,14 Millionen Euro, wovon 60 Prozent vom Landkreis und 40 Prozent von den dem Zweckverband angeschlossenen Verbandsgemeinden zu schultern sind – abzüglich des jeweiligen Anteils an den Kosten für die Schülerbeförderung.

Neben den Fortschreibungen und den neu hinzugekommenen Aufwendungen für das Ganztagsschul-Angebot sind im Zahlenwerk für 2010 mit Blick auf das Alter des Gebäudes Ansätze für Reparaturaufwendungen und Ersatzbeschaffungen in Höhe von 55.000 Euro sowie 500.000 Euro für die Planungskosten einer bevorstehenden Generalsanierung enthalten. Ausgeglichen wird der Vermögenshaushalt durch eine Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt (121.000 Euro) sowie durch eine Entnahme aus den allgemeinen Rücklagen (500.000 Euro). Das Volumen des Gesamthaushaltes erhöht sich gegenüber 2009 um rund 10.500 Euro, die Verbandsumlage sinkt wegen sinkender Schülerzahlen um knapp 14.000 Euro. Die aktuelle Schülerzahl wird mit 1.238 angegeben (Stand: Oktober 2009). Der Haushaltsplan und die entsprechende Satzung für 2010 wurden einstimmig angenommen.

In der Finanzplanung für die kommenden Jahre schlägt sich dann die angepeilte Generalsanierung noch deutlicher nieder. So sind für das kommende Jahr bereits 3 Millionen, 3,8 Millionen für 2012 und für 2013 nochmals 4 Millionen Euro hierfür eingestellt. Sollte die Generalsanierung kommen, wird sie in den kommenden Jahren freilich auch in der Verbandsumlage der Verbandsgemeinden ihren Niederschlag finden. Da sich diese Umlage aus dem Proporz der jeweiligen Schülerzahlen einer Verbandsgemeinde errechnet, wird Treuchtlingen naturgemäß den größten Batzen zu tragen haben.

Während die bisherigen Planungskosten für die Generalsanierung hätten aus der Substanz getragen werden können, werde man für die kommenden Investitionen zu gegebener Zeit erst noch nach Finanzierungsmöglichkeiten suchen müssen, so Klischat. Hierzu müsse man aber erst einmal bis September dieses Jahres warten, bis eine grobe Konzeption sowie eine einigermaßen griffige Kostenschätzung auf dem Tisch liegt bzw. die Kardinalfrage geklärt ist, nämlich ob eine Generalsanierung am Ende überhaupt realisierbar ist, so auch Landrat Uhl.

Bürgermeister Werner Baum meinte hierzu, dass die Stadt Treuchtlingen mit Blick auf die Sanierung zusätzlich zu den üblichen Umlageaufwendungen bereits jährlich weitere 330.000 Euro eingeplant hat. Diese Aussage verband das Stadtoberhaupt – freilich in tiefer Sorge um «seinen» Schulstandort – mit der Feststellung, «dass eine Generalsanierung der Senefelder-Schule unabdingbar ist. Sie muss angegangen und darf nicht vernachlässigt werden.»

Wie bereits berichtet, sollen nun mehrere Architekten-Büros das Gebäude eingehend in Augenschein nehmen, ihre Konzepte vorstellen und die jeweiligen geschätzten Baukosten ermitteln. Bis September will man schließlich belastbare Zahlen vorliegen haben. Aus den Planerbüros soll am Ende ein geeignetes ausgewählt werden, das die Vorprojektierung der Sanierung übernimmt. Der Zweckverband veranlasst bzw. unternimmt alle weiteren für das Projekt notwendigen Schritte gemeinsam mit der Landkreisverwaltung und in gegenseitiger Absprache.

Sieghard Hedwig
8.2.2010 14:17 MEZ
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