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WEISSENBURG – Unter dem Titel «Abstrakte Pflanzenwelt» sind in der Weißenburger Raiffeisenbank Fotografien der Gunzenhausener Künstlerin Martina Weise zu sehen.
Bei der Vernissage, die anlässlich der Eröffnung der neuen Selbstbedienungszone in der Geschäftsstelle stattgefunden hat (siehe eigener Bericht), zeigte die Künstlerin, dass sie nicht nur fotografieren kann. Sie stellte in einem kurzen, selbst geschriebenen Gedicht auch dar, was sie so faszinierend an ihren Bildern und beim Fotografieren findet. Für die Gunzenhausenerin ist vor allem wichtig, mit ihrem Fotoapparat Sichtweisen einzufangen, die dem Auge verwehrt bleiben.
In 23 Fotografien, die auch alle gekauft werden können, zeigt sie Impressionen aus der Pflanzenwelt. Die meisten entstanden in der Region. So gibt es Pflanzenmotive vom Altmühlsee, aus Gunzenhausen oder vom Schlosspark Dennenlohe zu sehen. «Aus alltäglichen Motiven gefühlvolle Bilder zu komponieren, die den Betrachter in ihren Bann ziehen sollen.» Mit diesen Worten beschreibt die Künstlerin, die auch schon an diversen Fotowettbewerben mit Erfolg teilgenommen hat, was sie antreibt.
So entstehen ungewöhnliche Kompositionen und emotionale Interpretationen der Natur. Pflanzendetails wie Blüten, Stängel oder Blätter werden zu abstrakten Bilderwelten von bemerkenswerter Intensität und Dichte. Ihre Bilder in der Ausstellung tragen einfache Namen wie «Farbrausch», «Gräser im Wind» oder einfach nur «Gänseblümchen».
Das besondere an den Fotografien ist, dass die Arbeiten ohne digitale Nachbearbeitung zustande gekommen sind. Martina Weise verwendete dabei sowie auch bei den meisten ihrer anderen Werke alleine die Möglichkeiten der herkömmlichen Fototechnik. So entstehen diese abstrakten Aufnahmen beispielsweise durch Mehrfach- oder Langzeitbelichtungen oder es wird nur die Offenblendentechnik verwendet und ein bewusstes Defokussieren eingesetzt.
Zu sehen sind die Fotografien von Martina Weise noch bis einschließlich 31. März in der Weißenburger Raiffeisenbank in der Luitpoldstraße.
BIANCA KÜHNEL |