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Den Stolpersteinen geht es an das Fundament

400.000-Euro-Liste für Straßensanierung vor - ZOB-Pfusch bleibt Aufreger
 Den Stolpersteinen geht es an das Fundament
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Foto: Edgar Pfrogner
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FORCHHEIM - Für 400000 Euro sollen in diesem Jahr Straßen und Gehwege saniert werden. Besonders schwer im Magen liegt der Stadt der Plattenpfusch am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB). Bereits im vergangenen Jahr hatte das Bauamt geprüft und klargestellt, dass weder Ingenieurbüro noch Baufirma in die Pflicht genommen werden können. Weil die Stadträte die bittere Pille aber nicht schlucken wollen, soll nun ein weiteres Mal geprüft werden.

Die Granitplatten auf dem ZOB sind zu dünn für die großen Busse, die täglich darüber rollen, hat ein Gutachter festgestellt. Deswegen haben sich die Steine gelockert. 18 Zentimeter dick müssten sie sein, schlanke zehn Zentimeter messen sie, erklärte Tiefbauamtsleiter Werner Schaup den Mitgliedern des Planungs- und Umweltausschusses des Stadtrats. Die dickeren und kleinformatigeren Platten für die Fußgängerüberquerung zu kaufen und einzusetzen kostet insgesamt 54.000 Euro. Ein dicker Brocken, der die Stadträte ärgert. Vor allem weil der Zob erst sieben Jahre alt ist und das Ergebnis eines Architektenwettbewerbs, wie SPD-Fraktionschef Reinhold Otzelberger betonte. »Nun scheitert der tolle Entwurf an einer schnöden Belastungsfrage.«

Und täglich grüsst...

Eine ähnliche Debatte hatten die Stadträte bereits vor einem Jahr geführt mit dem Ergebnis: Weil sowohl das Ingenieurbüro als auch die Baufirma insolvent seien, könne man rechtlich niemanden in die Verantwortung nehmen. Nun will Oberbürgermeister Franz Stumpf höchstpersönlich überprüfen, ob nicht doch irgendjemand für den Schaden zur Kasse gebeten werden kann.

Falls nicht, scheinen die Stadträte einer Sparvariante nicht abgeneigt: Statt der Granitplatten wird dann schlicht ein Asphaltboden gegossen. Kosten: 20.000 Euro.

Die Fußgänger stehen in diesem Jahr im Fokus des Tiefbauamts. Die Gehwege in der Bayreuther Straße (51.000 Euro) und der Hainbrunnenstraße (42.000 Euro) sollen auf Vordermann gebracht werden. Auch der Fußweg vom Bahnhofsplatz bis zur Eisenbahnbrücke kommt an die Reihe, ebenso wie der Weg in der Maria-Theresien-Straße in Buckenhofen und in der Bergstraße in Forchheim-Ost.

Bayreuther Straße im Blick

Eine neue Asphaltschicht erhält die Wilhelm-Burkard-Straße zwischen Bayreuther und Rotbrunnenstraße (35000 Euro), außerdem wird in der Lichteneiche (Viktor-von-Scheffel-Platz) gearbeitet, und der Radweg in der Steinbühlstraße im Augraben soll von Baumwurzeln befreit werden.

95.000 Euro plant Tiefbauamtsleiter Schaup für kleinere Instandsetzungen, unter anderem durch den strengen Winter, ein.

Nach dem »Ja« der Stadträte müssen es die Ausgabeposten auch noch durch die Haushaltsberatungen schaffen, die an diesem Donnerstag beginnen.

Beke Maisch
10.3.2010
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