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SPORT - WEISSENBURG UND UMLAND  

WM-Medaille knapp verpasst

 WM-Medaille knapp verpasst
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WEISSENBURG (um) – Mit einer Medaille hat es zwar nicht ganz geklappt, dennoch kann Antonia Katheder aus Störzelbach auf eine für sie recht erfolgreiche Weltmeisterschaft im Taekwondo zurückblicken, von der sie am morgigen Donners-tag aus Mexiko zurückkehren
wird.

Die 16-jährige Athletin aus den Reihen des TSV 1860 Weißenburg hatte sich durch ihre hervorragenden Leistungen auf nationalem und internationalem Parkett für die Titelkämpfe in Tijuana qualifiziert (wir berichteten ausführlich). In Mexiko hatte Antonia im Prinzip zwei Wettkämpfe zu bestreiten: Zum einen ging es um die Qualifikation für die Jugendolympiade 2010 in Singapur, zum anderen um Medaillen bei der WM, und zwar in der Jugendklasse bis 68 kg.

In der Olympia-Qualifikation hat-te es Antonia Katheder zunächst mit Faiza Taoussara, der Vizeeuropameisterin aus Frankreich, zu tun. Für die Kämpferin des TSV 1860 schien es dennoch eine lösbare Aufgabe zu sein, denn sie hatte gegen Faiza letztes Jahr schon einmal gewonnen. Allerdings fand Antonia nicht zu ihrem Rhythmus und war nach ihrem Fingerbruch, den sie
wenige Wochen vor dem Start in Mexiko erlitten hatte, auch mental noch etwas blockiert. Etwas ungewohnt war für Antonia zudem sicherlich die höhere Gewichtsklasse, in der sie starten musste. Ehe sich die deutsche Starterin versah, war der Fight mit 2:5 verloren. Faiza Taoussara sollte später in dieser Klasse gewinnen.

Start mit zwei Siegen

Nach dem Aus für Olympia galt alle Konzentration der Weltmeisterschaft. Antonia konnte sich hierbei aus dem Tief herauskämpfen und startete sehr erfolgreich. Im ersten Duell besiegte sie die Brasilianerin Karen Santos mit 3:1. In der nächsten Runde war die Sache für die Störzelbacherin noch klarer: »Antonia war nicht mehr so zurückhaltend wie im ersten Kampf, setzte die Mexikanerin Mariana Gabriela Hernandez von Beginn an unter Druck und kam nun richtig in Schwung», lobte Bundestrainer Holger Wunderlich seine Athletin. Der verdiente Lohn war ein glatter 5:0-Sieg der Deutschen gegen die Mexikanerin.

Antonia Katheder, die in Nürnberg die Bertolt-Brecht-Schule besucht und für die WM schulfrei bekommen hatte, stand nun im Viertelfinale. Hier wartete mit der einen Kopf größeren Chinesin Shuyin Zheng eine sehr starke Konkurrentin. Die Taekwondo-Sportlerin des TSV 1860 ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken. Mit ihrem druckvollen Kampfstil zwang Antonia auch die Chinesin stets an den Mattenrand. Ein zweifelhafter Kopftreffer von Zheng führte schließlich zur Entscheidung und zur 2:5-Niederlage für Antonia. Die deutsche Athletin musste im Viertelfinale also durchaus unglücklich ausscheiden, die chinesische Kämpferin kam bis ins Finale und holte den Titel.

»Für Antonia mit ihren gerade erst 16 Jahren ist das Abschneiden in Mexiko ein großer Erfolg und eine große Erfahrung», stellte der Bundestrainer abschließend fest. Letztlich hatte sein Schützling »nur» gegen die spätere Weltmeisterin verloren. Die WM habe auch gezeigt, dass Heimtrainer Stjepan Batinic vom TSV 1860 Weißenburg mit Antonia auf dem richtigen Weg ist, um in der Weltspitze mitzuhalten.
9.3.2010 15:59 MEZ
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