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| LOKALMELDUNGEN - FORCHHEIM UND UMLAND |
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Sozialarbeit macht Karriere an der Schule |
| Jugendhilfeausschuss befürwortet Ausweitung des Angebots - Lehrer, Eltern und die Kinder profitieren davon |
| Sozialarbeit macht Karriere an der Schule |
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Rektorin Cordula Haderlein von der Adalbert-Stifter-Schule in Forchheim (AST) möchte die Schulsozialarbeit nicht mehr missen. Das machte sie im Jugendhilfeausschuss des Kreistages deutlich, der in der AST getagt hat. Allerdings hat sie mit Jürgen Findeiß auch einen findigen und kompetenten Sozialarbeiter an der Schule.
FORCHHEIM - Findeiß begründete in seinem Sachvortrag über seine Arbeit, wie notwendig Jugendarbeit an der Schule (JaS) ist – und wie notwendig es ist, JaS auszubauen. Deshalb haben die Ritter-von-Traitteur-Schule und das Sonderpädagogische Förderzentrum Antrag gestellt, den Stellenumfang für die Jugendsozialarbeit jeweils von 0,5 auf 0,75 Stellen zu erhöhen. Die AST beantragt, die Stelle für den Bereich der Hauptschule von 0,625 auf 0,85 Prozent einer ganzen Stelle anzuheben; gleichzeitig möchte die AST eine halbe Stelle (0,5) eines Jugendsozialarbeiters für den Bereich der Grundschule.
Ausbau geplant
Jugendamtsleiterin Dagmar May hatte eingangs ausgeführt, dass der Freistaat die Zahl der Jugendsozialarbeiter an Schulen bis 2019 landesweit auf 1000 Stellen ausweiten will. Bis dato war von 350 Stellen an bis zu 500 Schulen die Rede. Ausdrücklich soll zwar auch künftig der Schwerpunkt der Jugendsozialarbeit in den Hauptschulen liegen. Doch können auch Grundschulen einbezogen werden, wenn der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund über 20 Prozent beträgt. Familiäre Problemlagen im Schulsprengel sollten überdies nahe legen, dass Schulsozialarbeit an der Grundschule präventiv Sinn macht.
»Die Kinder sind bis zu zehn Stunden in der Schule», erläuterte Jürgen Findeiß dem Gremium. Das bedeutet, dass Schule inzwischen viel mehr als nur Lernort sei. Das habe zur Folge, dass sowohl die Schule als auch die Jugendsozialarbeit an der Schule einen hohen Stadtteilbezug haben und haben müssten. Die Verzahnung mit Jugendhilfeträgern vor Ort sei wichtig, besonders aber auch die Kooperation mit den Lehrern.
Angebote der JaS sind Krisenintervention und Einzelfallarbeit, zum Beispiel , »wenn ein Lehrer mal wirklich nicht mehr weiter weiß mit einem schwierigen Kind». Eltern-Kind-Beratung gehört ebenso dazu wie die Unterstützung der Lehrer. Die Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Sozialdienst nannte Findeiß ebenso wie das Fall-Management in der Schule. Auch Lehrer-Fortbildungen hat er schon veranstaltet.
Schulleiterin Cordula Haderlein: »Wir haben die Kinder heute viel länger als früher», auch weil die AST durchgehend von der 1. bis zur 9. Jahrgangsstufe je eine Ganztagsklasse anbietet. Dabei seien die psychosozialen Voraussetzungen für viele Kinder »denkbar schlecht». Daher sei sie sehr froh über den Schulsozialarbeiter.
Der Schulsozialarbeiter habe auch eine ganz andere Stellung bei Schülern und Eltern als die Lehrer, hob Haderlein hervor. Denn Lehrer vermitteln Wissen und fragen es ab; sie geben Zensuren, entscheiden über Fortkommen, Sitzenbleiben und Versetzung. Der Sozialarbeiter sei da für viele eher ein Ansprechpartner, dem man sich ungezwungen anvertrauen könne. Die Rektorin gab sich überzeugt, dass »wir noch effektiver arbeiten könnten, wenn wir mehr Jugendsozialarbeiter an der Schule hätten».
Die Räte im Ausschuss erkannten den erhöhten Bedarf der Schulen an Sozialarbeit ab dem Schuljahr 2010/2011 an, vorbehaltlich der Zustimmung der Stadt Forchheim. Der Kreis wird sich an den Personalkosten beteiligen.
Dieter Köchel |
| 11.3.2010 |
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