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Sozialticket: Jetzt soll eine Studie die Kosten klären

VAG und Sozialamt investieren 10.000 Euro - Streit im Ausschuss
 Sozialticket: Jetzt soll eine Studie die Kosten klären
Sozialticket
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NÜRNBERG - Mit einer »Mobilitätsstudie» unter Nürnberg-Pass-Besitzern soll der Bedarf für ein Sozialticket für den Nahverkehr ermittelt werden. Bisher gibt es im Stadtrat, der Verwaltung und bei der VAG keine Mehrheit für vergünstigte Fahrscheine.

Die Studie soll im Herbst vorliegen und kostet 10.000 Euro. Die Ausgaben teilen sich VAG und Sozialamt. Neben dem Bedarf soll herausgefunden werden, wie viel Geld das Ticket kosten könnte. Aus diesem Grund wurde auch eine Debatte im Sozialausschuss über den billigeren Fahrschein von CSU und SPD vertagt. Das wiederum hat Grüne und Linke verärgert.

Grüne regen ein zweistufiges Ticket an

Die Grünen regen ein zweistufiges Ticket an. Bei dem bereits bestehenden ermäßigten Tarif für Nürnberg-Pass-Besitzer (29,90 Euro im Monat) solle die Ausschlusszeit wegfallen, so Fraktionschefin Brigitte Wellhöfer. Zudem regt die Ökopartei ein Monatsticket für 15 Euro an mit Ausschlusszeiten von 6 bis 9 Uhr und von 12 bis 14 Uhr. In dieser Zeit sind die Busse und Bahnen besonders voll.

Die Linken drängen schon seit vielen Monaten auf die Einführung des »Sozialtickets». Auch sie haben sich nun auf den Preis von 15 Euro festgelegt, so Stadtrat Hans-Joachim Patzelt, allerdings ohne Ausschlusszeiten. Er zeigte sich verärgert über die Vertagung. So wie Klaus Wazansky, der in einem Leserbrief die Vertagung der Diskussion als ein »Armutszeugnis für CSU und SPD» bezeichnet.

CSU grundsätzlich dagegen - Bündnis begrüßt Studie

Die CSU lehnt die Einführung grundsätzlich ab. Die Stadträte Andrea Loos und Michael Brückner begründen dies mit zu erwartenden hohen Kosten. Sie verweisen auf die Erfahrungen in Dortmund, wo das 15-Euro-Ticket Kosten von 4,6 Millionen Euro erzeuge. »Für die Erweiterung des Sozialtickets ist kein Geld vorhanden», erklären sie, daher brauche man auch keine Studie in Auftrag geben.

Das »Bündnis Sozialticket» dagegen begrüßt die geplante »Mobilitätsstudie». Es erhofft sich dadurch eine »Grundlage für eine sachgerechte Diskussion», will aber bei der Ausgestaltung einbezogen werden, so Elisabeth Ramthum. Denn sonst finanzierten mit der VAG und dem Sozialreferat zwei Beteiligte die Studie, die im Grunde gegen ein vergünstigtes Ticket seien. Die Organisation hat bereits nach eigenen Angaben 12.000 Unterschriften für ein Sozialticket für Nürnberg, Fürth und Erlangen gesammelt.

Andreas Franke
20.3.2010
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