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| LOKALMELDUNGEN - SCHWABACH UND UMLAND |
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So gebaut, wie man heute bauen sollte |
| Das neue evangelische Gemeindehaus Rednitzhembach hat fast Passivhaus-Standard |
| So gebaut, wie man heute bauen sollte |
REDNITZHEMBACH (un) – Beim Festakt zur Einweihung des neuen evangelischen Gemeindehauses (sie-he Bericht oben) stellte Architekt Klaus A. Thiemann aus Hersbruck das Gebäude ausführlich vor.
Realisiert wurden rund 550 Quadratmeter Nutzfläche für die Kirchengemeinde, mit Räumen für die Gemeindearbeit und separaten Räumen für die Jugendarbeit, gefördert durch den Bayerischen Jugendring. Gleichzeitig entstand ein modernes Pfarrbüro, und auch die Theatergruppe »Kellerasseln» hat – unpassend zu ihrem Namen - ihre Räume im Dachgeschoss bekommen.
Auf die barrierefreie Erschließung und Ausstattung ist besonderer Wert gelegt worden. Schwellenlose Zugänge sind genauso selbstverständlich wie das barrierefreie WC und der Personenaufzug ins erste Obergeschoss.
»Nachhaltigkeit und praktizierter Klimaschutz sind gerade nach dem Scheitern der Klimakonferenz in Kopenhagen eine hohe Herausforderung für die Architektur und unsere gebaute Umwelt», so Thiemann. »Wir haben beim Projekt des neuen Gemeindehauses diese Herausforderung angenommen und die Baustoffe nach baubiologischen und ökologischen Kriterien ausgewählt und auch bei der Haustechnik entsprechend reagiert.»
Der Neubau entspricht nahezu einem Passivhaus; er ist Kohlendioxid-neutral durch eine Pelletsheizung. »Durch die große Fotovoltaikanlage können wir von einem Energieplushaus sprechen, das heißt, wir erzeugen insgesamt mehr Energie als der Betrieb des Gemeindehauses benötigt», berichtete der Architekt.Das Hauptgebäude besteht aus einer massiven Konstruktion unter Verwendung natürlicher Baustoffe, ist komplett schadstofffrei und recyclebar. In den Räumen sorgen lösungsmittelfreie und diffusionsoffene Innensilikatfarbe für ein gutes Raumklima.
In der Haustechnik sorgt die Pelletsheizung für Einsparungen bei den Heizkosten. Besonders niedrigen Stromverbrauch garantieren Hocheffizienz-Heizungspumpen. Die Fußbodenheizung für Niedrigtemperaturbetrieb gewährleistet gleichmäßige Temperierung und sei sparsam durch einen sehr niedrigen Vorlauf.
Moderne Kleinstdurchlauferhitzer für Warmwasser bieten den gleichen Komfort wie ein separater Warmwasserspeicher, der unsinnigerweise 24 Stunden am Tag die gesamte Warmwassermenge bereithält.
Durch die Fotovoltaikanlage auf dem Süddach des Gebäudes erzeugt man 17 000 Kilowattstunden im Jahr und spart 12 Tonnen Kohlendioxid im Jahr ein. Ein Einsparpotenzial von bis zu 40 Prozent verspricht der Einbau von hocheffizienten Leuchtstofflampen. |
| 23.3.2010 |
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NORDBAYERN.DE |
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