Nachrichten und Informationen aus FrankenNuernberger Nachrichten aktuellNuernberger Zeitung aktuell »Die richtige Entscheidung»
   
LOKALMELDUNGEN - SCHWABACH UND UMLAND  

»Die richtige Entscheidung»

Evangelisches Gemeindehaus Rednitzhembach eingeweiht
 »Die richtige Entscheidung»
Foto: Unterburger
Bitte Bild anklicken!
Foto: Unterburger
Bitte Bild anklicken!
REDNITZHEMBACH (un) - Mit einem Festakt wurde das neue evangelische Gemeindehaus Am Forst 20 eingeweiht. Das Interesse der Bevölkerung war so riesig, dass viele Gäste im Saal keinen Sitzplatz mehr ergatterten. Sämtliche Grußredner würdigten den rund 1,2 Millionen teueren Bau, der nach den modernsten bauökologischen Erkenntnissen innerhalb eines Jahres errichtet wurde. Musikalisch umrahmten der evangelische Posaunenchor unter der Leitung von Andreas Mücke und der evangelische Kirchenchor unter der Leitung von Gerhard Silberhorn die Feierstunde.

»Es ist schnell gegangen und schön geworden», sagte Pfarrer Wolfgang Lindner, der mit dem Neubau betraut war, »alle haben sehnlich auf den Tag der Einweihung gewartet.» Nach der Grundsteinlegung im Februar 2009 und dem Richtfest vor acht Monaten sei der Bau schnell voran geschritten. Lindner dankte seinem katholischen Kollegen Georg Brenner und der katholischen Pfarrgemeinde Rednitzhembach, die der evangelischen Kirchengemeinde während der Bauzeit »Herberge» gegeben hatten. Dies sei nicht selbstverständlich.

Er sei dankbar, so Lindner weiter, dass die Planungs- und Baukosten von 1,2 Millionen Euro eingehalten werden konnten. »Ich danke euch, dass ihr euch auf dieses Abenteuer eingelassen habt», wandte sich Lindner an den Kirchenvorstand. Sein weiterer Dank galt dem Bauausschussleiter Herbert Schmidt, der Freiwilligen Feuerwehr, dem Bauamt, der Gemeinde, dem Landratsamt und dem Landeskirchenamt sowie allen Sponsoren.

Das Gemeindehaus sei ein Haus für jung und alt, wo Menschen ihre Heimat finden. Das Obergeschoss sei für die Kinder- und Jugendarbeit bestimmt. »Ich hoffe, dass das Haus gerne angenommen wird», schloss Pfarrer Lindner.

Dekan Klaus Stiegler nannte den Tag der Einweihung »einen Tag des dankbaren Zurückschauens und einen Tag des Blicks nach vorn». Die Bauphase habe Einsatz, viele Planungen, lange Sitzungen und Sorgen gekostet, doch es sei alles zu einem guten Ende geführt worden. »Die Qualität dessen, was gebaut wurde, ist eine besondere», meinte der Dekan. »Menschen haben sich ins Zeug gelegt, um Räume für Gott in Rednitzhembach zu schaffen.»

Das Gemeindehaus habe helle Räume und große Fenster, was Transparenz schaffe, so Stiegler weiter. »Transparent soll das kirchliche Leben gestaltet werden», wünschte sich Stiegler. »Das ist auch ein Tag des Bittens, dass Gott uns hier seine Gegenkräfte zukommen lässt.»

»Ich danke allen, die ganz selbstverständlich ihre Kirchensteuer zahlen, denn nur dann ist es möglich, einen solchen Bau zu stemmen», sagte Dekan Stiegler und dankte Pfarrer Lindner, der als »Motor» den Bau auf den Weg gebracht habe. Da zeitgleich auch die Sanierung des Pfarrhauses erfolgt sei, haben Lindner und seine Familie »schwierige Zeiten» hinter sich.

Viel Beifall erhielten die Hortkinder, die zur Musik von »It’s raining men» einen kleinen Tanz mit Regenschirmen vorführten.

Endlich positive Nachrichten

»Es ist schön, über die Kirche auch mal positive Nachrichten zu hören», meinte Landrat Herbert Eckstein in Anspielung auf die Missbrauchsvorwürfe der letzten Wochen. »Viele Menschen treten leider deshalb aus der Kirche aus.» Es gebe aber auch Kirchengemeinden, die positive Angebote machten, so wie Rednitzhembach mit seinem neuen Gemeindehaus.

»Dieser Bau war umstritten», erinnerte Bürgermeister Jürgen Spahl, »manche fragten: Braucht man einen Neubau?» Die Entscheidung für den Neubau sei jedoch die richtige Entscheidung gewesen. »Die evangelische Kirchengemeinde Rednitzhembach ist sehr aktiv, es gibt viele aktive Gruppen», so Spahl weiter. »Wir als politische Gemeinde haben den Bau gern mitfinanziert und er stellt eine Bereicherung in Hembachs Mitte dar.» Als Geschenk überreichte Spahl zwei Bühnenelemente für die Theatergruppe »Die Kellerasseln».

»Die Zeit war reif für ein neues Gemeindehaus», meinte auch der katholische Pfarrer Georg Brenner, der im Namen der katholischen Pfarrei gratulierte. »Ich wünsche, dass sich hier Menschen einfinden, die sich vom Geist des Evangeliums leiten lassen und dass sie hier ein Stück Kraft, Leben und Güte bekommen.»

»Es ist ein sehr schönes Haus geworden», fand Vertrauensmann Dr. Wilhelm Schneider. Schneider dankte den Spendern; jedoch sei die finanzielle Lücke noch riesengroß. »Es ist verständlich, dass nicht jedem Gemeindemitglied das Haus gefällt, aber das liegt in der Natur der Sache, die Geschmäcker sind verschieden», meinte er. »Das Haus ist nur schön, wenn unsere Gruppen und Kreise ein christliches Leben führen können und wenn sie ihren Glauben leben können», so Schneider abschließend. »Dann ist es nicht nur ein schönes Haus, sondern ein gutes Haus.»

(Siehe auch Bericht unten über die Technik des Gemeindehauses).
23.3.2010
Mehr vom aktuellen Tagesgeschehen lesen Sie in Ihrer Zeitung. Jetzt abonnieren Link auf ein externes Angebot
 
  © NORDBAYERN.DE