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LOKALMELDUNGEN - ERLANGEN UND UMLAND  

Sonnenschein zum grünen Geburtstag

Rückblick auf 30 Jahre Stadtratsarbeit - Stände zeigen: Die Grünen profitieren vor allem von ihrem Netzwerk
 Sonnenschein zum grünen Geburtstag
Foto: Klaus-Dieter Schreiter
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ERLANGEN - Strahlender Sonnenschein war der richtige Rahmen für eine Geburtstagsfeier einer Partei, die die Sonne gerne ein bisschen für sich gepachtet hat: Die Grünen sind 30 - und das haben sie nun auch in Erlangen gefeiert.

Ein Fest für die Umwelt sollte es werden, und die Zahl der befreundeten Organisationen und ihre Stände sprachen dafür: Die Vereine und Organisationen »Sonne nutzen auf jedem Dach«, die Queerfriends, der Arche-Bauernhof, amnesty international, fairlangen.org, Greenpeace Nürnberg, Unisolar, grüner Samstagstreff, Volksbegehren Nichtraucherschutz und - gefremdelt wird schließlich nicht - die ÖDP gaben sich ein Stelldichein zum großen grünen Netzwerk auf dem Bohlenplatz, wo auch der nahe Bibelgarten keinen Fluchtreflex auslöste.

Mehrheiten beschafft

Bei Kaffee mit Selbstgebackenem und Selbstgekochtem (u.a. auf einem Solarkocher) wurde der Anfänge in Erlangen gedacht, als Männer und Frauen der »ersten Stunde« (wie Wolfgang Lederer als erster Stadtrat der Grünen Liste, später aber auch Karl-Heinz Stammberger, Peter Pluschke, Heiner Grillenberger, Paul Pömsl, Ingrid und Andreas Säckel-Vollmer und Claudia Bittner und Hans Abts sowie die Stadträte Ada Augustin und Prof. Theodor Eberth) dem »bürgerlichen« Stadtrat ordentlich die Sporen gaben und der Hahlweg’schen SPD bei der Transformation Erlangens zur Umwelt-Bundeshauptstadt mehr als assistierten.

Geblieben ist außer einer ansehnlichen Stadtratsfraktion unter Susanne Lender-Cassens vom alten Zugriff auf Gestaltungsmehrheiten nicht mehr viel, was aber angesichts vieler Selbstverständlichkeiten verschmerzbar sein könnte: Vieles von dem, was die (Bundes-)Grünen angerichtet haben ist heute längst Bestandteil jeder Verwaltungspraxis, Deutschlands Umweltgesetzgebung ein Stück grüne Erfolgsgeschichte. Dass es den Grünen mit sich selbst nicht immer gut ging, können auch die Erlanger Grünen bestätigen, für langjährige Aktivisten und Wortführer wie den Stadtrat Helmut Wening ein überwundenes Stück Selbstfindungsgeschichte: »Heute kommen die jungen Leute zu uns und freuen sich auf eine pragmatische und sachorientierte Haltung.«
7.6.2010
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