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GUNZENHAUSEN - Gunzenhausen im Abseits: Beim Ringen um einen zusätzlichen Stützpunkt für einen Rettungshubschrauber hat sich Augsburg durchgesetzt.
Für die Schwaben hat sich Ministerpräsident Horst Seehofer ausgesprochen. Aus dem Rennen wäre damit auch Donauwörth. Eine endgültige Entscheidung über den Stationierungsort steht aber noch aus.
»Ein Schlag ins Gesicht»
Dass Gunzenhausen wohl nicht zum Zuge kommt, wird in Westmittelfranken scharf kritisiert. Der Ansbacher Landrat Rudolf Schwemmbauer (CSU) zeigte sich »sehr enttäuscht« und äußerte gegenüber der Fränkischen Landeszeitung die Vermutung, dass eine effektive Notfallversorgung in der Region »aufgrund einer Lobby vernachlässigt« werde.
Für die SPD-Landtagsabgeordnete Christa Naaß ist die Vorentscheidung zugunsten des Augsburger Zentralklinikums »ein Schlag ins Gesicht der Städte und Landkreise in Mittelfranken, die sich in einer gemeinsamen Resolution für Gunzenhausen ausgesprochen hatten«.
Neuorganisation umliegender Hubschrauber-Stützpunkte
In Bayern wird seit Jahren darüber diskutiert, wie das System der Luftrettung zu optimieren ist. In einer Bedarfsanalyse vom November 2009 war Donauwörth als zusätzlicher Standort vorgeschlagen worden. Mittelfränkische Politiker meldeten Ansprüche für Gunzenhausen an.
Nun soll die Versorgungslücke im südwestlichen Mittelfranken und im nordwestlichen Schwaben offenbar mit einer Neuorganisation umliegender Hubschrauber-Stützpunkte geschlossen werden. Ins Gespräch gebracht wurde dabei, einen der beiden in Nürnberg stationierten Helikopter in die Altmühlstadt oder nach Ansbach zu verlegen.
hma |