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LOKALMELDUNGEN - TREUCHTLINGEN UND UMLAND  
Baubeginn für die neue Fachhochschule:

Bald kommen Studenten

Umbau im Bildungszentrum und neue Beachsportanlagen geplant
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Sportanlagen
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TREUCHTLINGEN (psh) – Die Vorbereitungen für den Start des ersten Semesters an der neuen Treuchtlinger »Fachhochschule für angewandtes Management» nehmen mehr und mehr konkrete Gestalt an. Während Projektmanager Thomas Apitzsch noch einmal ausführlich das geplante Unterrichtskonzept vorstellte, waren im ehemaligen berufsgenossenschaftlichen Bildungszentrum am Patrich diese Woche bereits die Architekten am Werk. Auch ein weiteres Novum gibt es: Auf der Wiese zwischen Bezirkssportanlage, Eisbahnen und Altmühl soll ein »Beachsportzentrum» mit vier Beachvolleyball-, Beachsoccer- und Beachtennisplätzen entstehen.

Den Begriff »Adventure Campus», mit dem einige Treuchtlinger zunächst vielleicht eher einen großen »Abenteuerspielplatz» assoziiert hatten, relativiert Apitzsch nun etwas. Trotz all der geplanten Sport- und Freizeiteinrichtungen bleibe das Vorhaben eine Fachhochschule mit wissenschaftlichem Charakter. Schwerpunkte sind die Fakultät für Sportmanagement mit den Studiengängen Event-, Freizeit- und Adventuremanagement sowie der betriebswirtschaftliche Bereich mit den Modulen klassische Betriebswirtschaftslehre, Handels-, Hotel- und Tourismusmanagement, Musik- und Kulturmanagement, Medien- und Interkulturelles Management. Dazu kommen die Fächer Wirtschaftspsychologie und Wirtschaftsrecht.

Die in der Altmühlstadt und Umgebung vorgesehenen Zusatzangebote dienen laut Apitzsch der Vermittlung praktischer Fähigkeiten, der Umsetzung des Lehrstoffs und der wissenschaftlichen Analyse. So könnten Studierende zum Beispiel Kanutouren begleiten, Sportturniere ausrichten oder in der geplanten Veranstaltungshalle – die allerdings erst in einer dritten Ausbaustufe in den nächsten Jahren in der einstigen Werkhalle des Bildungszentrums entstehen soll – Konzerte organisieren und dabei die Medientechnik erproben. Bei alledem wünscht sich Apitzsch eine enge Kooperation mit den örtlichen Vereinen.

Ausbaustufe eins läuft gerade an: Dabei geht es zunächst um den Einbau zusätzlicher Büroräume in den Gebäudekomplex am Patrich. Später soll dann dem Projektmanager zufolge noch der Innenhof »überkuppelt» und so zu einem lichtdurchfluteten Aufenthaltsbereich werden, der die Mensa räumlich ergänzt. Immerhin seien spätestens in drei Jahren, wenn alle sieben Studiensemester angelaufen sind, fast ständig sämtliche 60 Zimmer des Wohntrakts belegt. »Ein echtes Campus-Feeling also», sagt Apitzsch.

Die im Waldstück unweit des Skihangs entstehenden Hüttendörfer sind dem Koordinator zufolge ebenfalls bereits in der Planungsphase. Die vorab besprochenen Standorte für das größere Dorf mit Strom- und Wasseranschluss südlich des Wasserauffangbeckens und das kleinere am Ende des dortigen Waldwegs (wir berichteten) sowie für die Zufahrten und Parkplätze bleiben dabei bestehen.

Klettern und Hochseil vereint

Neu ist allerdings, dass im Bereich der Ziegelhütte lediglich der Niederseilgarten sowie ein kleiner Mountainbike-Parcours Platz finden werden. Den Hochseilgarten wollen die Initiatoren nun in Verbindung mit dem Kletterzentrum errichten – und wo das entstehen soll, wird derzeit noch mit Stadt, Landkreis und Bund Naturschutz verhandelt.

Bereits bis zum nächsten Sommer soll in Ramsberg das Wassersportzentrum der Fachhochschule mit Möglichkeiten zum Segeln, Surfen, Tauchen und Übernachten in einem Hüttendorf nutzbar sein. Der gleiche Zeithorizont gilt laut Apitzsch für die Veranstaltungsfläche und den Altmühl-Zugang im Bereich der Stadthalle sowie etwas flussaufwärts.

Zusätzlich zu den bekannten Einrichtungen plant die Projektleitung nun vis-a-vis auf der an die Bezirkssportanlage angrenzenden Wiese ein »Beachsportzentrum» mit vier Feldern für Beachvolleyball, Beachsoccer (Strandfußball) und Beachtennis. Gebäude sollen dort wegen des Hochwasserschutzes aber nicht entstehen.

Die Anlagen sollen ab Sommer 2011 sowohl von der Fachhochschule für die Ausbildung sogenannter »Beachsport-Instructors» für Hotelketten genutzt werden, als auch von den Treuchtlinger Schulen, Vereinen und Jugendlichen. Mehrtägige Turniere könnten dabei als »Fallstudien» für die Studierenden dienen. »Damit schließt sich der Kreis zum Tourismusmanagement», erklärt Apitzsch. »Und es entsteht erneut ein deutlicher Mehrwert für die Region.» Nach der Aufnahme der Arbeit auf dem Campus sei in diese Richtung unter Umständen sogar »noch einiges mehr denkbar».

Gedacht ist das gesamte Studienangebot der »Fachhochschule für angewandtes Management» für Berufstätige und aktive Sportler, die zeitlich und räumlich unabhängig sowie nach individuellen Plänen studieren wollen. So haben die Studierenden nur drei Wochen Präsenzpflicht auf dem Campus, wo sie anfangs noch in lockerer Staffelung kommen und gehen werden. Später, sowie bei besonderen Kursen auch bereits im bevorstehenden Wintersemester, werden dann verschiedene Gruppen mit bis zu 80 Studierenden gleichzeitig vor Ort sein.

Das Interesse ist groß

Schon jetzt gibt es laut Apitzsch im Erdinger Hauptstandort bei einer (in der Regel 35- bis 40-köpfigen) Sportmanagement-Gruppe im zweiten Semester Interesse an einem Wechsel nach Treuchtlingen. Und aus der Region und darüber hinaus seien ebenfalls zahlreiche Anfragen und Voranmeldungen eingegangen, vor allem für die Studiengänge Kultur- und Medienmanagement. Der Startschuss für den »Adventure Campus» fällt am 15. September.

Aktuelles Aushängeschild der Fachhochschule sind übrigens drei Medaillengewinner der jüngsten Winterspiele in Vancouver: Die Riesenslalom-Siegerin Viktoria Rebensburg, der Bronzemedaillist im Rodel-Doppelsitzer Alexander Resch und der Rodel-Silbermedaillist David Möller büffeln derzeit in Erding Sportmanagement und Betriebswirtschaftslehre. Für die Altmühlstadt, verrät Apitzsch, habe die FH bereits Kontakt zu einem bekannten Fußballer, der möglicherweise hier sein Studium aufnehmen möchte.

Patrick Shaw
22.7.2010 15:40 MEZ
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