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Auf dem Weg zum Kampfkunst-Meister

Vielfältiges Angebot im Sommerferienprogramm

 Vielfältiges Angebot im Sommerferienprogramm
Foto: Giulia Iannicelli
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»Unser Ziel besteht in erster Linie darin, Farbkleckse zu setzen«, sagt Norbert Winsiffer vom Jugendamt über die Ausrichtung des alljährlichen Sommerferienprogramms der Stadt Nürnberg. Abenteuer, Abwechslung und Unterhaltung für Kinder, deren Eltern in den Sommerferien nur wenig oder gar keine Zeit oder Möglichkeiten für Urlaubsreisen haben. Und das Angebot stößt Jahr für Jahr auf viele offene Ohren: Viele der knapp 400 Veranstaltungen sind schon im Vorfeld heiß begehrt und schnell ausgebucht. Trotzdem bleiben immer noch genügend Plätze bis zum Ferienbeginn und auch darüber hinaus frei. Jeweils in der Montagsausgabe wird in Nürnbergplus deswegen wieder auf einige dieser Veranstaltungen hingewiesen.

Freie Plätze gibt es momentan etwa noch für Kurse im »Li-Bo-Kung Fu«. Hier werden Geist und Körper miteinander in Einklang gebracht, Selbstbeherrschung und Ausgeglichenheit geübt. Natürlich geht es auch um Kung Fu als Selbstverteidigungsmethode und Wettkampfsportart, wenn auch vermutlich weniger plakativ als in dem aktuellen Film mit dem etwas irreführenden Titel »Karate Kid«, in dem Jackie Chan in die Rolle des »Übungsleiters« schlüpft. Mehr zu den Kursen steht im Programmheft auf Seite 72.

Kapazitäten sind aber auch für angehende Fecht-Champions und Balletttänzer vorhanden. Generell gehört das sportliche Angebot zu den größten »Abteilungen« im Ferienprogramm: Über 120 Kurse aus diesem Bereich sind im Programmheft zu finden.

Städte-Gruppen wetteifern im Internet

Natürlich sind auch alle anderen Bereiche wie etwa Geschichte, Künstlerisches Gestalten, Ausflüge und Umgang mit moderner Technik vertreten. Eine spannende Kombination aus dem Gestalten von Internet-Seiten und einer Art Stadt-Schnitzeljagd bietet das heuer zum ersten Mal durchgeführte »Netzstadtspiel« am 2. und am 3. August: Dabei treten Gruppen aus verschiedenen deutschen Städten gleichzeitig gegeneinander an. Über das Internet werden Aufgaben gestellt, die jede Gruppe in ihrer Stadt lösen muss (etwa Schnappschüsse machen oder Fragen beantworten), die Ergebnisse werden dann wieder entsprechend aufbereitet in das »World Wide Web« gestellt. Zu guter Letzt erfolgt eine Bewertung, für welche Stadt die Aufgaben am besten bewältigt wurden. Die Veranstaltung ist im Programmheft auf Seite 91 zu finden. Eine Premiere ist auch der Besuch auf dem Zukunftsschiff »MS Wissenschaft«, das am 3. September im Nürnberger Hafen anlegt. Im Bauch des umgebauten Frachters dreht sich alles um Forschung und Technik. Anhand von vielen Ausstellungsstücken und Mitmach-Stationen besteht hier Gelegenheit, sich über viele Fragen zum Thema »Energie« zu informieren. Freie Plätze sind auch bei einigen Angeboten anzutreffen, die auf den ersten Blick so aussehen, als könnte es dort zumindest in Ansätzen wie im Geschichtsunterricht zugehen. Dabei ist gerade eine Reise in die Vergangenheit unheimlich spannend und im Rahmen des Ferienprogramms auch absolut erlebnisorientiert. So etwa die Themen-Wanderung »Wo lebten Neandertaler und Höhlenbär«, die Experten der Naturhistorischen Gesellschaft am 31. Juli anbieten und in der die vorzeitlichen Geheimnisse der Karstlandschaft mit allen Sinnen erkundet werden können (Programmheft Seite 96).

Das Programmheft liegt an vielen Orten und Ämtern in der Stadt auf. Weitere Informationen über die Anmeldeformalitäten und noch offene Kapazitäten sind unter der Adresse www.ferien.nuernberg.de zu finden.

Clemens Helldörfer
23.7.2010
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