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LOKALMELDUNGEN - ERLANGEN UND UMLAND  

Der lange Weg zur umweltbewussten Stadt

Umweltamt feierte sein 25-jähriges Bestehen mit einem großen Fest auf dem Bohlenplatz - Tausende Besucher - Viele Schüleraktionen
 Der lange Weg zur umweltbewussten Stadt
Foto: Klaus-Dieter Schreiter
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ERLANGEN - Mit einem Umweltfest auf dem Bohlenplatz hat das Erlanger Umweltamt sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Das Christian-Erst-Gymnasium (CEG) hat sich dran gehängt, weil das Schulfest wegen der Sanierung vom Schulgebäude sonst nicht hätte stattfinden können, und auch die Elia-Gemeinde hat dazu beigetragen, dass das Fest ein voller Erfolg geworden ist.

Der Umwelt-Festtag war eine rundum gelungene Synthese zwischen Stadt, Schule und Kirche. Noch nie hatten so viele Menschen ein Umweltfest der Stadt besucht, das es seit 2007 gibt, als die Stadt das Jahresmotto »natürlichERLANGEN2007« ausgerufen hatte, und noch nie ist eines so vielfältig gewesen. Vor allem die Schülerinnen und Schüler des CEG belebten es mit ihren Ideen und Aktionen und brachten Schwung in eine sonst eher von Solarmobilen, Bioständen und Energieberatern geprägte Schau.

Talk über die Umwelt

Einer der zahlreichen Höhepunkte war der Umwelttalk, zu dem die Schülerinnen Anna Schlundt, Saskia Bianconi und Julia Berthold neben Oberbürgermeister Siegfried Balleis und seinem Vorgänger Dietmar Hahlweg auch die Referentin für Recht, Ordnung und Umweltschutz, Marlene Wüstner, und deren Vorgänger Dietmar Habermeier eingeladen hatten. Allerdings etwas zu kurz geraten war dieser Talk, in dem die drei Schülerinnen nicht nur die aktuelle Umweltpolitik abfragten, sondern auch den Weg aufzeigen ließen, wie Erlangen zum heutigen Umweltstandard gekommen ist.

Wissen und Gaumenschmaus

Zwischen ihrem Schulhof und dem Bohlenplatz entlang der Straßen hatten die CEG-Gymnasiasten zahlreiche Stände aufgebaut und sich Aktionen zum Thema Umwelt einfallen lassen. Da gab es beispielsweise ein Blätterquiz, einen Infostand zum Thema Strom sparen und zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes, einen Saftladen und einen Stand mit »Fühlboxen«.

Auf dem Bohlenplatz selbst lud das »Grüne Sofa« die Gäste ein, ihre Meinung zum Thema Umwelt kundzutun, gab es Geschicklichkeitsspiele, Kinderschminken, Nistkastenbasteln und einen Luftballonwettbewerb, und kulinarische Genüsse wurden auch angeboten.

Auch unterschiedliche Solarmobile konnten getestet werden, wobei der »Tesla Roadster«, ein knallig-orangener Elektro-Renner, der es von 0 auf 100 in 3,7 Sekunden schafft, Star unter den Elektroautos war.

Zudem präsentierten die CEG-Schülerinnen das Modelabel »Kolibri«, mit dem sie den Umweltpreis der Stadt gewonnen haben, und über soziale und ökologische Kriterien bei der Herstellung von Kleidern informierten sie dabei auch.

Da das CEG auch ein musisches Gymnasium ist, sorgten Big Band, Chor, Orchester und sogar Straßenmusikanten für die musikalische Umrahmung. Zum Ausklang spät am Abend trat auch noch die Jugendband der Elia-Gemeinde auf, und mit einer Abendandacht endete das Umweltfest.

Klaus-Dieter Schreiter
26.7.2010
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