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| LOKALMELDUNGEN - TREUCHTLINGEN UND UMLAND |
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| Wechsel in der Biberberatung: |
Wolfgang Schießl neuer Biberberater |
| Klaus Fackler gab das Ehrenamt ab – »Es ist schwierig für mich, die richtige Rolle zu spielen» |
| Wolfgang Schießl neuer Biberberater |
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TREUCHTLINGEN (pm/sta) – Klaus Fackler, langjähriger ehrenamtlicher Biberberater im südlichen Landkreis, hat diese Aufgabe abgegeben. Als Nachfolger tritt Wolfgang Schießl an. Er ist vom Landrat für das Gebiet der Stadt Treuchtlingen und der Gemeinden Langenaltheim, Solnhofen, Pappenheim, Markt Berolzheim, Meinheim, Alesheim und Theilenhofen ernannt worden.
Klaus Fackler schied – wie jetzt bekannt wurde – bereits im April dieses Jahres aus dem Ehrenamt aus und wurde von Landrat Franz Xaver Uhl mit einem Präsent für seinen Einsatz geehrt. Der Treuchtlinger war seit 2006 für die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt tätig. Davor war er im Auftrag der (zuvor für den Biber zuständigen) Regierung von Mittelfranken beratend tätig.
Auf Frage unserer Redaktion, warum er dieses Ehrenamt nicht mehr ausüben will, antwortete Fackler, dass ihm die Arbeitsbelastung einfach zu viel geworden sei. Außerdem, so Fackler wörtlich, sei es für ihn schwierig geworden, »die richtige Rolle zu spielen». Tatsächlich stand Fackler immer wieder mitten im Brennpunkt des Konfliktes, speziell im Treuchtlinger Raum. Seit 2008 ist er bekanntlich 3. Bürgermeister Treuchtlingens und setzt sich seit Jahren für das geplante Biberprojekt im Dietfurter Ried ein.
Dieses ist nach wie vor sein großes Ziel. »Ich werde meinem Nachfolger weiterhin Hilfestellung bieten», so Fackler. Er stehe im engen Kontakt mit Wolfgang Schießl. Mit dem Thema Biber ist er weiterhin auch beruflich über den Landschaftspflegeverband und auch als Vertreter der Stadt Treuchtlingen befasst. »Das Thema Biber lässt mich nicht los», so Fackler, »es beschäftigt mich weiterhin auch politisch.»
Leistet weiter Überzeugungsarbeit
Insofern will er weiter Überzeugungsarbeit leisten. Er ist zweifellos ein Idealist in dieser Sache und hat selber betroffene Flächen im Ried zur Mahd gepachtet. Dort bewies er auch, dass durchnässte Flächen mit entsprechendem Gerät trotz des Bibers tatsächlich mähbar sind.
Sein Nachfolger Schießl war vor seiner Ernennung über 14 Jahre lang ehrenamtlich als Naturschutzwächter im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen unterwegs. Zusammen mit Claudia Beckstein und Günter Faig ist er nun für die fachkundige Betreuung von Personen, Städten, Gemeinden und sonstigen Stellen zuständig, die von Biberproblemen betroffen sind.
Biberberater informieren in Konfliktbereichen über Gefahrenquellen, Schadensbilder, Maßnahmen zur Abhilfe künftiger Biberprobleme sowie Fördermöglichkeiten. Gegebenenfalls wirken sie auch bei erforderlichen Zugriffsmaßnahmen – wie z.B. den Fang oder die Tötung von Bibern – mit.
Außerdem sind die Biberberater zusammen mit der Unteren Naturschutzbehörde für die Aufnahme und Bewertung von Biberschäden zuständig. Wenn für einen Biberschaden nach den Richtlinien des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit eine Ausgleichszahlung (wurde im Jahr 2008 eingeführt) in Betracht kommt, füllt der Biberberater den erforderlichen Meldebogen zusammen mit dem Betroffenen aus und leitet ihn an die Untere Naturschutzbehörde weiter. Dort werden alle Meldebögen gesammelt. Zum Jahresende wird der gesamte Schadensbetrag von der Unteren Naturschutzbehörde über die Regierung von Mittelfranken an das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit gemeldet. Das Staatsministerium behält sich vor, Ausgleichszahlungen zu kürzen, wenn die eingestellten Haushaltsmittel nicht ausreichen.
Tatsächlich sind diese Mittel ziemlich gering angesetzt. Für ganz Bayern hat die Staatsregierung 250.000 Euro bereitgestellt. Im Jahr 2009 wurden mehr als doppelt so viele Schäden gemeldet.
Die einzelnen Biberberater und eine Übersichtskarte der jeweiligen Zuständigkeitsbereiche sind auf der Homepage des Landratsamtes unter www.landkreis-wug.de unter den Navigationspunkten Landratsamt, Ämter A bis Z, Umwelt und Natur, Naturschutz veröffentlicht.
pm/Hubert Stanka |
| 29.7.2010 15:38 MEZ |
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