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LOKALMELDUNGEN - PEGNITZ UND UMLAND  

Satirische „Geburt“ in der Leerguthalle

Fest der Brauer-Vereinigung mit Kabarett, Musik und humorvollen Geschichten
 Satirische „Geburt“ in der Leerguthalle
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PEGNITZ (be) — Gut 100 Besucher pilgerten auf den Buchauer Berg zum Brauereifest der Brauer-Vereinigung.

Der Kulturbeauftragte der Stadt Pegnitz, Karl Lothes, hatte zum „Pegnitzer Brett’l“ als eines der diesjährigen Höhepunkte das Oberbayerische Musikkabarett „Mistcapala“ verpflichtet.

Das Quartett mit den schrägen Sprüchen und vielen verschiedenen Musikinstrumenten von Hackbrett, Klarinette, Drehleier, Kontrabass, Brummtopf, fränkischem Dudelsack, Akkordeon trat bereits zum zweiten Mal in „Pegnitz an der Pegnitz“ auf. Ihnen gelang es trefflich, das Publikum in ihren Auftritt einzubeziehen. Sie hatten Lacher und Applaus auf ihrer Seite und brillierten mit gut gespielter Musik. Sie erzählten humorvolle Geschichten; Die Texte und Melodien stammen aus „kontrolliertem Eigenbau, und die Instrumentenzusammenstellung ist einzigartig“. Schön war die Geschichte vom Radlfahrer Walter, der mit einem Blitzableiter auf dem Helm jedem Gewitter trotzt. Die Musiker formulierten ihre witzige Meinung, dass Sport nichts anderes ist, als eine Methode, Krankheiten durch Unfälle zu ersetzen.

Im Vorprogramm trat der Bayreuther Klaus Wührl auf. Der 45-Jährige präsentierte sein erstes, selbst erarbeitetes Programm „Der Hausmann“, das er in den vergangenen neun Monaten geschrieben hat. Der Auftritt in der Leerguthalle der Brauer-Vereinigung war die „Geburt“ dieses satirischen Stückes. „Eigentlich dauert das Stück 90 Minuten, für Pegnitz habe ich es auf die Hälfte reduziert“, so der freischaffende Werbetexter. Studiert hat er Sport, Wirtschaft und Philosophie.

Für seine kabarettistische Laufbahn hat er sich zum Ziel gesetzt, die Absurdität der politischen Sprache und des Handelns aufzuzeigen, dabei jedoch die Menschen zum Lachen zu bringen und dabei auch noch zu sagen, was ihm nicht passt.

Wührl hat die Gabe, die Sprache zu seinem Werkzeug zu machen. Beim „Hausmann“ brachte er seine eigenen Lebenserfahrungen, auch mit seinen Kindern, ein und transferierte seine Ideen mittels modernster Computersprache den Gästen.
13.9.2004
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