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SPORT - FORCHHEIM UND UMLAND  

Kayacis Elfmeter bricht den Bann

Schlagerspiel: TKV behält im Derby gegen den VfB glücklich mit 1:0 die Oberhand
 Kayacis Elfmeter bricht den Bann
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FORCHHEIM (ab) — Vor dem Spiel zwischen dem TKV Forchheim und dem VfB Forchheim waren die Vorzeichen klar. Die Forchheimer Türken hatten mächtig Rückenwind und wollten ihre letzten beiden Niederlagen vergessen machen, während VfB-Trainer Uwe Späth ein wahres Verletzten- und Krankenlazarett beklagte und seine Farben dementsprechend als krassen Außenseiter einstufte.

Nach dem mehr als glücklichen 1:0-Sieg der Forchheimer Türken in einer spannenden, aber zu kaum einer Zeit hochklassigen Partie, weiß man einiges mehr. Allen voran die alte Binsenweisheit, dass derjenige, der in der Tabelle oben steht auch das nötige Quäntchen Glück auf sich vereint, wurde einmal mehr eindrucksvoll bestätigt. Die türkischen Kicker benötigten immerhin einen Handelfmeter, den Mehmet Kayaci, Rückkehrer von der DJK Eggolsheim zum viel umjubelten Siegtreffer in die Maschen bugsierte (44. Minute).

Aber man konnte auch erkennen, dass sich die stark ersatzgeschwächten Schützlinge des Trainerduos Uwe Späth und Günter Olschewski keinesfalls wie ein echter Abstiegskandidat präsentierten. Ganz im Gegenteil: In einer von beiden Seiten äußerst fair geführten Begegnung hatten die Gäste großen Anteil am Gelingen des Aufeinandertreffens.

Immer wieder sorgten die Grünhemden für passabel vorgetragene Spielzüge, die aber nur selten auch bis vors Tor klappten. So wurde es nur einmal brandgefährlich vor dem türkischen Tor, als Güleryüz machtlos gewesen wäre, das Lattenkreuz aber bei einem Schuss von Williams für ihn Pate stand und einen Rückstand verhinderte.

Nach dem Führungstreffer kurz vor dem Halbzeitpfiff verstanden es die Gäste in der Folgezeit zwar, passabel Fußball zu spielen und sich im Mittelfeld ein Übergewicht zu erkämpfen, hatten aber weiterhin kaum Zählbares zu verzeichnen. So blieben zwei dicke Möglichkeiten von Baptistella die einzige Ausbeute: Erst scheiterte er am gut reagierenden Keeper Güleryüz (75.), dann bugsierte er das Spielgerät knapp am Tor vorbei (78.).

TKV und der tiefe Platz

Die Türken, bekannt als filigrane Einheit, hatten auf dem schwer zu bespielenden, tiefen Boden ihre liebe Mühe, konstruktive Angriffe zu Wege zu bringen. Mittelfeldregisseur Mehmet Kayaci mühte sich zwar und verteilte die Bälle zeitweise recht passabel, kam aber gegen die gut stehenden VfB-Deckung um Libero Späth ebenfalls nur selten zur Geltung.

Für beide Teams geht es nun um vieles: Während die Türken in den letzten beiden Spielen den Anschluss schaffen können, will der VfB die Abstiegszone hinter sich lassen und dafür die nötigen Punkte gegen Pinzberg und Oesdorf einfahren.

Tor: 1:0 Kayaci (72./Handelfmeter).

TKV Forchheim: Güleryüz, E. Öntürk (80. Aslantürk), Turgut, Akpinar, Kayaci, Gößwein, Tosun, Karabag, Polat, A. Öntürk, Sert (60. Demirtas).

VfB Forchheim: Welz, Kunert (50. Romatzke), Weber, Gebhardt (75. Zimmerer), Gwoszda, Friedrich, Gnad (75. Drummer), Williams, Späth, Baptistella, Lippert.
8.11.2004
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