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Zirndorf baut dem Landkreis eine Straße

Entgegen den ursprünglichen Plänen wird die Westspange doch in einem Zug entstehen
 Zirndorf baut dem Landkreis eine Straße
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ZIRNDORF — Die Zirndorfer „Westspange“ soll möglichst rasch und in einem Zug gebaut werden. Die Trasse, die das Pinderareal erschließen und zeitgleich die Innenstadt entlasten soll, ist zwar als Kreisstraße einzustufen, wird aber von der Bibertstadt finanziert. Die entsprechende Vereinbarung mit dem Landkreis beschloss der Stadtrat jetzt gegen die Stimmen der beiden Bündnisgrünen.

Die geplante Straße soll, wie mehrfach berichtet, das entstehende große Wohn-, Gewerbe- und Dienstleistungsgebiet des PinderParks von Westen her erschließen. Sie wird künftig aber auch die Kreisstraßen FÜ 14 und FÜ 19 verbinden und damit die innerstädtischen Verkehrswege entlasten.

Obwohl die Einrichtung später zur Kreisstraße aufgestuft werden soll, hat sich die Stadt schon im März 2003 bereit erklärt, den Bau der Westspange zu finanzieren. Vorbild dafür ist eine ähnliche Vereinbarung, die die Gemeinde Veitsbronn mit dem Landkreis für die Umgehung von Siegelsdorf getroffen hat. Das Maximum der Zuschüsse erhalten Kreis und Stadt nur, wenn die Baumaßnahme in einem Zuge abgewickelt wird. Die eigentliche Bauzeit kann sich dabei aber durchaus auf mehrere Jahre erstrecken. Ursprünglich war geplant, vorerst einen ersten Abschnitt zwischen Rothenburger Straße und westlicher Kaserneneinfahrt zu realisieren.

Aufgaben übertragen

Ausdrücklich festgehalten wurde, dass der Kreis der Stadt alle mit dem Bau der Westspange verbundenen Aufgaben, wie die Ausschreibung, die Abrechnung und den Grunderwerb, überträgt. So hat die Stadt die „Sonderbaulast“ zu tragen, während der Kreis als Baulastträger die Zuwendungsanträge zu stellen hat. Damit das Vorhaben noch in das aktuelle Straßenbauprogramm aufgenommen werden kann, musste der Stadtrat zügig entscheiden.

Heftige Kritik an diesen Beschlüssen äußerten die Bündnisgrünen. Stadtrat Wolfram Schaa sah sich „nicht in der Lage, verantwortungsvoll und zukunftsgerichtet über anstehende und geplante Projekte der Stadtentwicklung zu entscheiden“. Eine in diesem Zusammenhang von ihm beantragte „langfristige Projekt- und Finanzplanung“ suchte er vergeblich auf der Tagesordnung.

Schaa vermisste auch eine Rangliste der städtischen Vorhaben, stehe doch der Bau der Siedlerschule an, die Weiterführung der Innenstadtsanierung mit kostspieligen Kanal- und Straßenbaumaßnahmen sowie der Ausbau der touristischen Einrichtungen.

Kämmerer Klaus Eichner und Bauamtsleiter Norbert Ruffertshöfer wiesen jedoch daraufhin, dass der Bau der Westspange Bedingung dafür ist, den Verkehr von zwei Kreisstraßen aus der Innenstadt ableiten zu können. Nur unter dieser Voraussetzung habe es überhaupt Sinn, den Rathaus- und den Marktplatz zu sanieren. ADAMWALTER WIESERNER
1.2.2005
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