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Pauli: „Die Bibertbahn ist für mich erledigt“

Landrätin erteilt der Alternative zur U-Bahn Absage — Zusammenschluss der Befürworter
 Pauli: „Die Bibertbahn ist für mich erledigt“
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FÜRTH Land — Dem Vorstoß der Stadt Oberasbach, die Voraussetzungen für eine Wiederinbetriebnahme der Bibertbahn vom Landkreis prüfen zu lassen, hat Landrätin Gabriele Pauli (CSU) eine klare Absage erteilt.

„Die Oberasbacher können das gerne machen, aber auf ihre eigenen Kosten“, sagte Pauli. Und: „Die Bibertbahn ist für mich definitiv erledigt. Wir haben im Kreistag gesagt, dass wir die U-Bahn wollen, und das eine schließt das andere aus.“

Bürgermeister Bruno Allar (SPD) wollte Paulis „Nein“ nicht kommentieren. Der Antrag seiner Stadt, auf den laut Landratsamt nur Pauli, nicht der Kreistag zu reagieren hat, enthält detaillierte Fragen zur Bibertbahn-Reaktivierung. Die Stadt fordert den Kreis damit auf, zu untersuchen, ob die Wiederbelebung technisch wie wirtschaftlich sinnvoll wäre.

Oberasbachs Freie Wähler etwa haben große Zweifel daran, dass die U-Bahnlinie 3 tatsächlich eines Tages von Nürnberg in den Landkreis Fürth verlängert wird. Franz X. Forman, FW-Sprecher und Sprecher der Interessengemeinschaft (IG) Bibertbahn, warnt davor, zur Entlastung der viel befahrenen Rothenburger Straße in Zeiten leerer kommunaler Kassen nur auf diese eine, noch dazu äußerst kostspielige Lösung zu setzen.

Nürnbergs OB Ulrich Maly hat der U 3-Verlängerung Presseberichten zufolge vor kurzem große Chancen eingeräumt und die Kosten auf 130 Millionen Euro beziffert, von denen je 30 Millionen auf Zirndorf, Oberasbach und den Landkreis entfielen. Als „sehr grobe Schätzung“ beurteilt Pauli das. 30 Millionen Euro könnten allenfalls insgesamt auf den Kreis zukommen.

Fest steht: Bis verlässliche Daten zur Verfügung stehen, dürfte noch einige Zeit verstreichen. Im Januar hat der Landkreis eine so genannte Betriebskonzeptuntersuchung in Auftrag gegeben. Sie soll zeigen, wie viele zusätzliche U-Bahn-Züge für die verlängerte Trasse nötig und welche Taktzeiten denkbar wären. Unterdessen lässt der Zweckverband Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (ZVGN) neues Datenmaterial über die Verkehrsströme in der Region sammeln und auswerten. Die ÖPNV-Expertin im Landratsamt, Beate Meyer-Führer, rechnet bis Jahresende mit Ergebnissen. Erst dann, sagt sie, komme eine Kosten-Nutzen-Analyse zur U 3-Verlängerung in Frage.

Bei der IG löst das Kopfschütteln aus. Sie wirbt damit, dass die Bibertbahn einen Bruchteil kosten würde: zehn Millionen Euro plus 600 000 Euro jährlich für die Instandhaltung. Außerdem könnte die Bibertbahn nach Überzeugung ihrer Anhänger schon in zwei Jahren zwischen dem Nürnberger Hauptbahnhof und Leichendorf verkehren. Bis die U-Bahn das schafft, „gehen mindestens 20 Jahre ins Land“, so IG-Vorsitzender Sven Becker. Um mehr Menschen als bisher für ihr Projekt zu gewinnen, will die IG enger mit dem Nürnberger „Bündnis lebenswerte Stadt“ kooperieren. Und im Juni soll ein Gast aus Baden-Württemberg den Oberasbachern von der erfolgreichen Reaktivierung der Schönbuch-Bahn berichten.

BIRGIT DACHLAUER
11.5.2005
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