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FÜRTH Land — Das ist für uns optimal gelaufen: So kommentiert Landrätin Gabriele Pauli Verhandlungen mit der Stadt Zirndorf, die dem Kreis ein millionenschweres Präsent bescheren: Die Stadt Zirndorf baut dem Landkreis eine Straße — zum Nulltarif. Was uns bleibt, ist Verwaltungsarbeit, meinte Pauli im Kreisbauausschuss, wo die Vereinbarung zwischen Landkreis und Bibertstadt nun zur Vorberatung anstand.
Vorneweg hatten sich die Ausschuss-Mitglieder bei einem Ortstermin von Zirndorfs Bürgermeister Gert Kohl erklären lassen, wie die Trasse, die Kreisstraße werden soll, verlaufen wird: Von der Rothenburger Straße (Staatsstraße 2245) ausgehend über die zwei Kreisstraßen Schwabacher Straße (FÜ 14) und Banderbacher Straße (FÜ 19) bis zur Paul-Metz-Straße soll die Strecke im flachen Bogen den Verkehr westlich an Zirndorf vorbei leiten. Den Bibertgrund wird die Trasse auf einer Konstruktion überbrücken, deren Aussehen für hiesige Verhältnisse äußerst ungewöhnlich ist: Der Traunsteiner Architekt Richard J. Dietrich, Planer der Fußgängerbrücke über die Paul-Metz-Straße, die der Volksmund Silbergate nennt, zeichnete einen extravaganten Stil: Eine Hängebrücken-Konstruktion, die sich auf Pfählen 234 Meter lang über den Bibertgrund spannt, hat er der Stadt entworfen.
Die Westspange soll die Ortsdurchfahrt Leichendorfs von bis zu 6000 Autos täglich entlasten, den Verkehrsdruck von der Kernstadt nehmen und vor allem eine dritte Zufahrt auf das Pinder Areal eröffnen, erläutert Norbert Ruffertshöfer als Chef der nichttechnischen Bauverwaltung Zirndorfs. Weil die Straße dann aber nicht mehr allein ortsverbindende Zwecke erfüllt, sondern überörtlichen Verkehr trägt, wird sie im südlichen Teilabschnitt Sache des Landkreises. Im Amtsdeutsch heißt das, der Landkreis hat als Baulastträger aufzutreten und für den Unterhalt zu sorgen. Banderbacher und Schwabacher Straße, bislang Strecken im Rang von Kreisstraßen, werden dann auf Ortsverbindungsstraßen herabgestuft — womit deren Unterhalt Aufgabe Zirndorfs wird. Das und vor allem Fragen der Finanzierung klärt die Vereinbarung, die der Bauausschuss nun einstimmig für gut befand und dem Kreistag zur Verabschiedung empfahl. Forts. S. 2
SABINE DIETZ |