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LOKALMELDUNGEN - FORCHHEIM UND UMLAND  

Auf den Mund geguckt

Kleinkunstprogramm der VfB-Akteure begeistert
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FORCHHEIM — Mit „Feldverweis — Klappe die Zweite“ gelang den Akteuren des VfB 1861 Forchheim auch mit der Fortsetzungsveranstaltung ein voller Erfolg. Der Programm-Mix aus Kabarett, Satire und einem Hauch Ironie begeisterte die zahlreichen Besucher.

Was die fünf VfB-Akteure an diesem Abend ihrem Publikum präsentierten verdient das Prädikat „Kleinkunst ganz Groß“. Die zahlreichen Besucher sahen einen Siggi Schubert, der mit flotten und kessen Sprüchen zum Beispiel von Franz Beckenbauer: „In einem Jahr hab ich mal 15 Monate durchgespielt“, Glanzpunkte der Heiterkeit setzte.

Kein Auge blieb auch trocken als er den authentischen Ablauf einer Vereins-Chaossitzung beim VfB detailgetreu schilderte. Aber wer Schubert kennt, der weiß auch um seine hinter- gründigen und tiefsinnigen Kommentare. Oftmals muss man bei ihm „zwischen den Zeilen lesen können“, doch genau das, macht seine Darbietungen immer so interessant. Auch in seinem Part „Die Macht der Medien“ in denen er die eine oder andere Schlagzeile der Zeitungsschreiber der lokalen Presse kritisch hinterfragte kam beim Publikum gut an.

Zu wahren Lachsalven entwickelten sich die Kontaktanzeigen, die Schubert zum Besten gab: „Duftende Seife sucht flauschigen Waschlappen“ oder auch andere Sprüche wie „Ich suche netten jungen Mann zum gemeinsamen Bodenturnen“ erheiterten das Publikum.

Doch warum heißt das Programm an diesem Abend eigentlich Feldverweis? Ganz einfach — Siggi Schubert entpuppte sich, ausgestattet mit Trillerpfeife als regelkundiger „Schiedsrichter-Moderator“ im Trainingsanzug. Mit einer gelben Verwarnungskarte ahndete er die Verspätung von Oberbürgermeister und Vereinsvorsitzenden Franz Stumpf.

Stoiber der Hurricane

Kabarettistische Bestnoten verdiente sich auch Ralf Welz, der seine Auftritte mit einer Mischung aus Kabarett, Satire und Ironie hinterlegte. Politiker und Kabarettisten hätten vieles gemeinsam — bei beiden würden die Menschen lachen, scherzte Welz. Auch der bayerische Ministerpräsident Stoiber, den Welz als Edelstoiber und Berlinflüchtling bezeichnete, bekam sein Fett ab. Stoiber hätte viel Unheil in der CSU angerichtet. Parteiintern werde er deshalb auch als „Hurricane Catharina von Wolfratshausen“ bezeichnet. Welz bot bei seinen Auftritten an diesem Abend politische Satire vom Feinsten.

Auch das musikalische Duo mit dem Dekanatskantor von Sankt Johannis, Carl-Friedrich Meyer am Klavier und Heinz Bedürftig an der Trompete bot mit einem abwechslungsreichem Musikprogramm, angefangen von einem Musikmedley sakraler Musiktitel bis hin zu Musicalmelodien Musikgenuss pur. Fünfter im Bunde war Hubert Forscht, eine „Leihgabe des Jungen Theaters“, wie ihn Siggi Schubert bei der Anmoderration bezeichnete. Der weit über die Grenzen Forchheims hinaus bekannte Forscht bot ein umwerfend komisches Programm. Egal ob mit seiner Bill-Ramsey-Parodie mit dem bekannten Lied „Kennst

Du die Zuckerpuppe . . .“, oder der Fußballreporterparodie aus dem „Frankonion Universum Stadion“. ALEXANDER HITSCHFEL
19.11.2005
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