 |
 |
|
|
| |
|

|
|
 |
| Zirndorfer Grüne üben massive Kritik: ,Die Kosten stehen in keiner Relation zum Nutzen‘ |
Die Westumgehung ist viel zu teuer |
| 30 Millionen für 30 Bürger — Projekt blockiert Gelder und verhindert strukturelle Investitionen |
| Die Westumgehung ist viel zu teuer |
ZIRNDORF (svo) — Die geplante Umgehungsstraße, die so genannte Westspange um Zirndorf, stößt bei den Bündnisgrünen auf Ablehnung. Bei einer Versammlung des Ortsverbandes Zirndorf, zu der auch interessierte Bürger eingeladen waren, stand das Thema im Zentrum des allgemeinen Interesses.
Kritik wurde nicht nur an der Verfahrensweise des Stadtrats bezüglich Planung und Ausführung der geplanten Straße laut, Zweifel hegen die Grünen vor allem am Nutzen des Großprojekts. Wie berichtet, soll die Trasse westlich von Zirndorf die Paul-Metz-Straße mit der Rothenburger Straße verbinden, so dass der Durchgangsverkehr der Kernstadt fern bleibt. Dieses an und für sich vernünftige Vorhaben wäre auch im Sinne der Grünen, nicht jedoch der jetzt in Angriff genommene Weg zu dieser Verkehrsentlastung.
Die Bevölkerung wie auch der Bund Naturschutz seien von den Plänen der Stadtverwaltung überrascht worden. Von Vorteil wäre die geplante Straßenführung für die Firma Metz, für das Pinder-Areal und für die Bewohner von Leichendorf.
Das verstärkte Verkehrsaufkommen, das durch bestehende Firmen sowie die Ansiedlung von neuen Gewerbebetrieben im Pinder-Areal zu erwarten sei, ist im Augenblick nach Ansicht der Grünen noch Zukunftsmusik. In Zeiten wirtschaftlichen Abschwungs sei mit einer zügigen Besiedlung der Gewerbeflächen künftig ohnehin nicht zu rechnen.
Unzumutbare Belastung
Wie Fritz Bergmann betonte, würde der Gesamtausbau der Westspange voraussichtlich mehr als 25 Millionen Euro kosten, von denen nur ein Bruchteil - nämlich die Brücke über den Bibertgrund - im Unterhalt dem Kreis zufalle. Die übrigen Kosten müsste Zirndorf tragen. Angesichts der Haushaltslage sei ein solches Bauvorhaben, für das bis dato noch nicht einmal die Mittel bereitstünden, unzumutbar, da damit Gelder blockiert und weitere strukturelle Investitionen schon im Vorfeld zunichte gemacht würden.
Zudem sei abzusehen, dass der Neubau die jetzigen Staupunkte Paul-Metz-Straße und Rothenburger Straße nicht entlaste. 30 Millionen für 30 Einwohner , spekulierten die Teilnehmer über die zu erwartende Höhe der Baukosten. Eine Relation, die eindeutig beweise, dass Kosten und Nutzen der Westspange nicht übereinstimmten.
Ehe die Stadt ein solches Bauvorhaben in Angriff nehme, sollten exakte Zahlen über die weitere Stadtentwicklung vorliegen, wurde gefordert. Zu bedenken gaben die Grünen außerdem, dass die Spange durch landwirtschaftlich genutztes Gebiet führt und auch den Bereich zwischen Rothenburger und Banderbacher Straße über den Bibertgrund berührt, der laut einem Umweltgutachten als einziger Luftkorridor aus dem Westen dient. Sowohl aus ökonomischen und ökologischen Gründen sei die Westspange deshalb abzulehnen. |
| 26.10.2002 |
 |
| ©
NORDBAYERN.DE |
|
|
|
| | | | |
|
 |
|
|