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«Divan“ bremst

Kosten-Nutzen-Untersuchung zur U-Bahn verzögert sich
 «Divan“ bremst
FÜRTH Land — Die Kosten-Nutzen-Untersuchung zur Verlängerung der U-Bahn-Linie 3 in den Landkreis wird sich verzögern. Eigentlich sollte das Gutachten, das die zu erwartenden Fahrgastzahlen den Investitionskosten des Projekts gegenüberstellt und letztlich über die Förderfähigkeit des Trassenbaus entscheidet, Anfang des Jahres in Auftrag gegeben werden.

Grund für die Verzögerung ist «Divan“, erläutert Wolfgang Brunner, der im Landratsamt für den öffentlichen Personennahverkehr zuständige Mann. Hinter dem Kürzel verbirgt sich die «Datenbasis für intermodale Verkehrsuntersuchungen und -auswertungen im Großraum Nürnberg“. Im Auftrag des Freistaates Bayern und des ZVGN, des Zweckverbands aller am Verkehrsverbund im Großraum Nürnberg beteiligten Städte und Landkreise, trägt ein Planungsbüro derzeit diese Daten zusammen.

Datenbasis für Planungen

«Divan“ soll den im ZVGN organisierten Gebietskörperschaften eine Datengrundlage für Planungen sowohl im ÖPNV als auch im Individualverkehr liefern - «was“, so Brunner, «manches vereinfachen dürfte“.

Auch für die Vorarbeiten zur Verlängerung der U-Bahn in den Landkreis wollen der Landkreis sowie die Städte Oberasbach und Zirndorf als Finanziers der Planungen nun diese Datenbank abwarten, um Kosten für ohnehin erforderliche Erhebungen zu sparen. Was exakt die Intention von «Divan“ ist: Genau solche Synergieeffekte verspricht sich der ZVGN laut Brunner von der Datensammlung.

Schritt für Schritt

Mit «Divan“ rechnet Brunner im April. Erst im Anschluss wird der Auftrag für das Gutachten, das Kosten und Nutzen der Verlängerung der U3 von Gebersdorf bis nach Oberasbach und Zirndorf abwägt, in Auftrag gegeben. Angesichts dieses Zeitplans geht Brunner davon aus, dass es mit verlässlichen Aussagen über die Finanzierbarkeit des U-Bahn-Baus in diesem Jahr nichts mehr wird. «Wenn wir Glück haben, liegen die Ergebnisse im ersten Quartal 2007 vor“, meint er.

Worauf dann noch zu klären wäre, so Brunner, ob sich der Landkreis und die Städte Zirndorf und Oberasbach den Betrieb der U-Bahn leisten können. «Da müssen wir einen Schritt nach dem anderen machen.“ SABINE DIETZ
24.2.2006
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