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FORCHHEIM - Zum elften Mal trafen sich über 800 Hobbysportler auf der Sportinsel. 64 Teams kämpften um die Ehre und den Titel: QuattFo-Sieger 2006. Die Nachtschwärmer aus Erlangen heimsten beides wieder ein.
«Test - Test - QuattFo 2006», erklingt es aus den Lautsprechern. Es ist Samstag, 8.45 Uhr — der «Stadionsprecher macht die ersten Tonproben. Die Hobbysportler finden sich nach und nach auf dem Gelände ein. Diejenigen, die seit Freitagabend auf der Sportinsel gezeltet haben, kriechen verschlafen aus ihren Zelten. Alle haben eines gemeinsam: Vorfreude auf die zwei kommenden Tage. Viel Spaß und Auspowern steht für die 64 Mannschaften auf dem Programm.
Noch bevor die Meldefrist um 9.15 Uhr abläuft, ertönt immer wieder: «Ein Kanadier sucht noch ein Team - bitte meldet euch. Vor dem Organisationsbüro sitzt er: Es ist der englischsprechende, 23-jährige Drew aus Kanada. Er ist zurzeit bei einer Forchheimer Austauschfamilie zu Gast und will sich das QuattFo-Turnier nicht entgehen lassen. Nach der dritten Wiederholung kommen die Mannschaftsmitglieder von «Brodwörschd midd Sauergraud die Treppe hinauf gerannt: «Hier! Wir nehmen ihn. Drew spricht zwar nur Englisch, aber dem Team kommt er gerade recht. Weil ihr Mitspieler erkrankt ist, hätten sie den Turniertag zu sechst überstehen müssen. Außerdem ist beim QuattFo-Turnier jeder offen für neue Kontakte. Und ein Mitspieler aus Kanada, das wird noch lange in Erinnerung bleiben.
Wie jedes Jahr waren ausgefallene Mannschaftsnamen vertreten. Von «Gwinna will I, über «Een dutzend Landäier und «Tante Hillas Gespür für Kaffee wurde der Fantasie freien Lauf gelassen. Um 10 Uhr erklingt der Anpfiff. In täglich acht Spielen für jedes Team stehen vier Disziplinen an: Fußball, Basketball, Handball und Volleyball. Bis zur letzten Spielrunde um 17 Uhr setzt sich jeder für sein Team ein und gibt alles. «Ich bin völlig kaputt, oder «Wie sollen wir nur den Sonntag überstehen? — solche Sätze sind aus allen Richtungen zu hören.
Am Abend erholen sich die QuattFo-ianer beim Grillen vom schweißtreibenden Tag. Die meisten Mannschaften feiern das QuattFo-Turnier mit Freunden und Bekannten in ihren Zelten und Pavillons. Gegen 23.30 Uhr blicken viele große Augen in den klaren Sternenhimmel. Von der Sportinsel aus ist das Feuerwerk der «Forchheimer Königswahl gut zu sehen.
«Einen wunderschönen guten Morgen. Aufstehen - ertönt es am Sonntagmorgen um 8 Uhr aus den Lautsprechern. Die meisten Sportler haben eine kurze Nacht hinter sich. Um 9 Uhr beginnt der Spielbetrieb schon wieder. Vorher wird durch eine Gedenkminute an den im November verstorbenen «Stadionsprecher Hartmut Rode, auch genannt «the Voice, gedacht.
Die meisten Teams schleppen sich übermüdet zu ihrem ersten Spiel. Nach ein paar Minuten aber ist der Ehrgeiz hellwach. Am Ende des Turniers werden die Sieger geehrt (siehe Ergebniskasten). Wie schon 2005 sind die Nachtschwärmer wieder die Besten.
KONRAD WELZEL (TEXT) UND EDGAR PFROGNER (FOTOS) |