Nachrichten und Informationen aus FrankenNuernberger Nachrichten aktuellNuernberger Zeitung aktuell Schweine, Farben, Montagen
   
 

Schweine, Farben, Montagen

Neues von «Mára!“ und der Jungen Gruppe des KVE
 Schweine, Farben, Montagen
Bitte Bild anklicken!
Bilderwelten von «Mára!“

Ab heute präsentiert bis zum Samstag jeweils von 11 bis 18 Uhr die Erlanger Malerin und Designerin Margit Schmitt-Leibinger alias «Mára!“ ihre aktuellen Arbeiten in ihrem Atlier in der Spardorfer Straße 67. Im laufenden Jahr hat sich die Erfolgsgeschichte der international aktiven Künstlerin fortgesetzt: Ihre Werke waren bei der bedeutenden Kunstmesse «Art Basel/Miami“ präsent, und mehrere Kunst-Magazine widmeten ihr große Porträts. Im Mittelpunkt der Schau stehen abstrakte «Healing colors“-Bilder, die ihre Wirkung durch die Wahl von Farb-Kombinationen entfalten und Arbeiten, in denen auch gegenständliche Darstellungen eine wichtige Rolle spielen (weitere Infos im Internet unter www.mara-worldwide.com). smö

Kunst-Trio beim Kunstverein

Ein «Halbes Schwein auf Leinwand“, synthetisch, gewiss, aber recht naturgetreu, als Entrée ihrer Ausstellung in der Neuen Galerie des Kunstvereins (Hauptstr. 72, bis 21. Dezember. Geöffnet: Di., Mi. und Fr. 15 bis 18, Do. 15 bis 19 Uhr. Die Galerie ist zusätzlich 9. 12. von 12. bis 17 Uhr geöffnet). Barbara Heun, Reiner F. Schulz und Mary Sych, alle drei aus der Jungen Gruppe des KVE, signalisieren, dass es ihnen um Grenzgänge zwischen Malerei, Plastik und Installation geht und um den Dialog zwischen unterschiedlichen Temperamenten.

Der «Doppelpass ŕ trois“, so der Titel der Schau, lässt Raum für Spekulationen darüber, wer hier im Doppel spielt und wer als Dritter eingewechselt wird. Zwar halten die Malerei Barbara Heuns und die Installationen von Mary Sych die Extrempositionen besetzt und Reiner F. Schulz spielt auf beiden Seiten mit, aber die beiden letzteren wechseln auch schon mal das Medium, und nur Barbara Heun hält an der Malerei eisern fest.

Und diese Malerei lässt durchaus den Schluss zu, dass Traditionelles entwicklungsfähig bleibt. Die solide Al-prima-Malerei mit ihren heftig bewegten aus dem Dunkeln ins Helle aufgebauten Oberflächen, gilt inzwischen als altbacken. Zu Unrecht, wie Barbara Heun mit ihren übergroßen Porträtköpfen zeigt. Sie definiert ihre Modelle nicht durch fotorealistische Ähnlichkeit, sondern durch die expressive Qualität der Malerei.

Gegenposition dazu ist nicht die Installation sondern eine andere Malerei, nämlich die von Reiner F. Schulz, die auf opulente malerische Mittel verzichtet. Sie exponiert Zeichen und Motive der Medienwelt. Die Comic-Figur auf Goldgrund widerruft realistische Ansprüche zu Gunsten einer an der Bedeutung von Bildzeichen orientierten Ikonographie. Zugleich aber wird die reduktionistische Malerei erweitert, formal durch Montage und Collage, inhaltlich durch Zitate aus der Konsumkultur.

Relikte und Fundstücke aus der Alltagskultur bilden den Grundstock für die Installationen von Mary Sych, die daraus das Material für ihre individuellen Mythologien gewinnt. Eigentlich erzählt sie Geschichten, die oft ironisch zugespitzt sind, etwa in einem Arrangement aus zertrümmerten Fenstern, das mit Ball, Stein und Schusswaffe die Form des Glasbruchs und seine Vorgeschichte wie mit einer Anekdote erklärt.

Aus solchen mehrdeutigen Anspielungen entstehen Korrespondenzen zwischen Werken und Künstlern, die in der Ausstellung im direkten Gegenüber realisiert wurden. KURT JAUSLIN

Foto-Amateure stellen aus

Neues von den Erlanger Foto-Amateuren: Noch bis 6. Januar sind in der «Fenstergalerie“ (Berliner Platz 1) unter dem Titel «Blaue Stund“ Arbeiten der EFA-Mitglieder zu sehen. Bis zum 7. Februar zeigt Barbara Warner ihre «Stadtansichten“ in den Gängen des Kulturamts (Gebbertstr. 1). en
7.12.2006
Mehr vom aktuellen Tagesgeschehen lesen Sie in Ihrer Zeitung. Jetzt abonnieren Link auf ein externes Angebot
 
  © NORDBAYERN.DE