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FORCHHEIM (rus) - Die «Karawane» - eine Organisation, die sich für die Rechte von Flüchtlingen und Migranten einsetzt, hat in Forchheim demonstriert: 50 Teilnehmer forderten ein Bleiberecht für Flüchtlinge.
Ursprünglich war Nürnberg als Demonstrationsort geplant, doch weil das Thema gerade in Forchheim so brisant sei, haben sich die Verantwortlichen umentschieden. Weitaus später als geplant stiegen rund 50 Teilnehmer gestern Mittag am Nürnberger Tor aus einem Bus und entrollten Transparente mit Aufschriften wie «Bleiberecht für alle» oder «Arbeitsverbot abschaffen». Anschließend zogen sie durch die Fußgängerzone.
Die «Karawane» hatte der Ausländerbehörde im Landratsamt Forchheim eine falsche Vorgehensweise sowie eine «Blockadehaltung» im Umgang mit Flüchtlingen und Migranten vorgeworfen (wir berichteten). Das Landratsamt hatte die Arbeitserlaubnis von einem gültigen Pass abhängig gemacht. Mittlerweile habe sich die Behörde in Forchheim aber auch angepasst, so Karawanen-Sprecher Markus Schuler.
Unter den Teilnehmern war Tenging Pradhan aus dem Königreich Bhutan. Er schilderte der zufällig dazu gestoßenen CSU-Stadträtin Mathilde Hartmann seine Situation: Seit zwölf Jahren sei er bereits in Forchheim. Weil er aber keine Papiere aus Bhutan vorweisen könne, dürfe er hier nicht arbeiten. Bei Landsleuten von ihm, die sich in Cottbus aufhalten, habe die Behörde jedoch eine Arbeit ermöglicht, so Pradhan. |