SIEGRITZ - Gemeinsam mit ihren Hunden haben die Jäger aus den Revieren der Hegegemeinschaft Leinleitertal Jura Süd ein Fährtenseminar besucht. Ein ganzes Wochenende lang ließen sie sich im Siegritzer Revier Tipps und Tricks zeigen, wie die Hunde verletzte Wildtiere finden.
Der Oberbayer Edgar Wagner aus Pörnbach gibt schon seit Jahrzehnten Workshops zur Hundeausbildung. Beim Seminar suchen die Jagdhunde zusammen mit ihrem Hundeführer Fährten, die die Seminarteilnehmer vorher gelegt haben. Dabei tupfen sie Blutspuren eines Wildes auf Laub oder Zweige, um den Lauf eines verunglückten Tieres nachzustellen. Die Aufgabe der Hunde bestand darin, diese Spur zu finden.
«Was wir hier machen, ist aktiver Tierschutz», sagte Edgar Wagner, «denn nach einem Unfall hat jedes Tier das Recht darauf, dass man es - wenn nötig - von seinen Schmerzen erlöst.» Unfälle passieren im Gebiet der Hegegemeinschaft häufig: Kaum einen der Jäger hat nicht schon nachts ein Anrufer hochgeschreckt, der ihn gebeten hat, verunglücktes Wild mit dem Gnadenschuss zu erlösen oder von der Straße zu nehmen. Nicht selten muss er dafür jedoch erst mit seinem Hund über Stock und Stein, durchs Unterholz und abschüssige Wege, um das verletzte Tier zu finden.
«Es ist wichtig, dass wir uns und unsere Hunde ständig weiterbilden und trainieren», sagte Klaus Philipp, Leiter der Hegegemeinschaft. Er selbst hat an diesem Seminar mit seinem einjährigen Rauhaardackel Jockl teilgenommen und ist wie der Rest der Gruppe stolz auf seinen Trainingserfolg. |