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Hier kommt das Bier aus der Nachbarschaft

Der «Salon Regina» und das Schanzenbräu - eine erfolgreiche Partnerschaft
 Hier kommt das Bier aus der Nachbarschaft
Salon Regina Gostenhof
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Die Nürnberger sind durstig. Nicht nur der Hitze geschuldet ist aber, dass Liebhaber außergewöhnlicher Biersorten auf eine ihrer liebsten noch einige Tage verzichten müssen: Das Schanzenbräu ist aus. Das Bierfest ist schuld, dort floss das Gostenhofer Bier in Strömen - und selbst im Café «Salon Regina», wo Kenner sofort danach suchen würden, wurde vorgestern das letzte Seidla ausgeschenkt.

Heike Stahl, Inhaberin des «Salon Regina», kann ihre Gäste aber beruhigen: «Nächste Woche ist das neue Bier gebraut.» Tatsächlich riecht es in der Nachbarschaft des «Regina» schon nach Malz - die Inhaber Stefan Stretz und Stefan Krapf arbeiten auf Hochtouren am Nachschub.

Zwischen dem «Salon Regina» und dem Schanzenbräu gibt es eine Partnerschaft, die auf Freundschaft beruht: «Wir haben einfach dieselbe Philosophie, verstehen Gastronomie auf eine bestimmte Art und Weise», erklärt Stahl, während ihre Schwester Heike den Gästen auf den neuen knallbunten Flecht-Außenstühlen Café und Bier serviert. Das «Regina» und die Brauerei verbinde die Liebe zum Detail, die Überzeugung, dass Individualität und Klasse mehr zählen als Masse: «Wir wollen an das Herz unserer Kunden andocken», fasst die energiegeladene Inhaberin ihr Ideal zusammen. Die Gäste, die an diesem Nachmittag da sind, kennt sie fast alle beim Namen.

Vor drei Jahren hat das «Regina» eröffnet und mit seinem besonderen Flair und der außergewöhnlichen Lage viele Herzen erobert: Zwischen Nierentischen, einer Blumentapete, wie man sie nirgendwo mehr bekommt, 50er-Jahre-Leuchtern und bestickten Tischdecken sitzen Trendsetter mit Hang zu Retro, Damen mit Hang zum Kaffeeplausch, ein Mann mit Hang zu guten Bieren aus der Region. Denn bei Heike Stahl kommen nur kleine Brauereien an die Zapfanlage, momentan schaue sie sich im Aischgrund um, erzählt sie.

Die frühere Tennislehrerin und die beiden Bierbrauer haben im März 2007 den Bieranstich gefeiert, vorher wurde das Schanzenbräu nur privat gebraut - seit diesem Fest aber geht das Geschäft mit dem speziellen roten und dem hellen Bier richtig gut. Stahl ist froh, dass es jetzt auch Bierdeckel vom Schanzenbräu gibt - Sammler hatten bereits nachgefragt. Und auch der ganz normale Franke, der von Retro und Szene nichts wissen will, genießt mitten in Gostenhof sein frisch gezapftes Schanzenbräu zu seinem Essen im «Salon Regina» - wenn dort die Fässer wieder anrollen.

Isabel Strohschein
15.6.2007
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