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FORCHHEIM - Der gute Ruf des Forch heimer «Quattfo» lockte - wie berichtet - am Wochenende auch heuer wieder mehr als 1000 Ballsport-Begeisterte auf die Sportinsel der Kreisstadt.
Die gelungene Mischung beim VfB-Turnier mit Basket- und Fußball, Hand- und Volleyball macht Forchheim nun schon seit zwölf Jahren Mitte Juli zum Anziehungspunkt für Freizeitsportler aus nah und fern. Bis aus Wien und München, Leutkirch, Frankfurt und Regensburg gingen Anmeldungen ein. So überraschte es nicht, dass einige Teams schon am Tag zuvor anreisten, um auf der Sportinsel zu übernachten.
Volksfeststimmung
Denn zum größten Forchheimer «Sportfest» trifft man sich nicht nur wegen des sportlichen Vergleichs, sondern die dabei gebotene Fairness, die Volksfeststimmung, der bei allen nötige Teamgeist und die Begegnung der Generationen haben fast Kultstatus. Dem Organisationsteam des VfB gelang es erneut, ehrenamtliche und städtische Kräfte für dieses Konzept zu vereinen.
Viele Stammgäste
In der Gruppe A der Besten am Sonntag tummelten sich vor allem «Stammgäste», die bereits acht bis zehn Teilnahmen hinter sich haben. Zu nennen etwa «Barfuß Galiläa», «Olympischer Gedanke Erlangen», «Ernst Mosch und die Hebendänzer», «Engels Engelchen», «Basis und Überbau» oder «Tante Hillas Gespür für Kaffee». Denn das Forchheim Turnier lebt auch von der Selbstdarstellung der teilnehmenden Aktiven, ihrer Helfer und Anhänger.
Die Kunst, bei solch einer Veranstaltung nicht nur zum Spaß, sondern auch erfolgreich mitzumachen, beherrschten aber die Jungs und Mädels von zwei anderen Mannschaften besonders gut: «Nachtschwärmer» und «Apachen-Pub». Punktgleich und nur durch das Torverhältnis getrennt, behielten die nachterprobten Sportler vor den Indianern nach zwei Tagen und jeweils 16 Begegnungen die Oberhand.
Auf Anhieb konnte die zum ersten Mal teilnehmenden «Dixies Torjäger» den dritten Podestplatz erobern.
Löschzwerge Letzte
Andere Neulinge waren zwar nicht so erfolgreich, haben sich aber achtbar geschlagen. Etwa auf Rang 28 «Quax und die Bruchpiloten», auf Rang 41 «Pow Wow Power Players», «Gemischter Salat» auf Rang 47 oder der «Sparkasse-Quatt-Fonds», auf Rang 57.
Letzter wollen auch viele werden. Um diesen Platz entbrannte ein Zweikampf zwischen «Marialeuchetz» und den «Löschzwergen». Wieder konnten die «Zwerge» der Feuerwehr Forchheim das Schlusslicht «erkämpfen».
Die Volleyballer aus der tschechischen Partnerstadt Braunau hatten ebenfalls eine Mannschaft geschickt. Obwohl mit «Spezialisten» am Start, konnten die Tschechen nur den 30. Platz erkämpfen.
Hartwurst gegen Brodwörscht
Die wohl kurioseste und «fränkischste» Begegnung von den Namen her lief zwischen «Hausmacher Hartwurst Truppe» und «Brodwörschd midd Sauergraud», Schiedsrichter das Team «is doch Worscht». Das Ergebnis war auch «Worscht», gemundet hat es allen Beteiligten.
Dank der Auszubildenden der Sparkasse Forchheim kamen auch die Kinder an dem sportlichem Wochenende nicht zu kurz. Unter dem Motto «Quattfo-Sparkassen-Kids» in Aktion» wurden Basteln und Schminken, Trampolinspringen und eine riesige Hüpfburg angeboten. Bei tropischen Temperaturen wurde allerdings die von der Sparkasse installierte Wasser-Rutschbahn zur Hauptattraktion. Am Samstag kühlten sich noch die Kinder und Jugendlichen ab. Am Sonntag wurde die Rutschbahn auch für Erwachsene geöffnet. Denn allen Teams machten die Temperaturen schwer zu schaffen, denn es galt ja, an zwei Tagen insgesamt 16 Begegnungen à 20 Minuten zu überstehen.
Spende an die Lebenshilfe
Nicht nur auf dem Feld gab es Gewinner. Bei der familiären Siegerehrung, durchgeführt von Stefan Kindler vom Organisationsteam mit OB Franz Stumpf und Bürgermeister Franz Streit, gingen 1150 Euro an den Kindergarten der Lebenshilfe. 725 Euro hatten die Veranstalter vom Startgeld der Teilnehmer zur Seite gelegt, die Sparkasse stockte diese Summe auf. Für das kreativste und witzigste Outfit (weiße Antennen, gelbe T-Shirts und am Rücken kleine Flügel) wurden die «Zitronenfalter» ausgezeichnet. THOMAS HORAK |