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LOKALMELDUNGEN - PEGNITZ UND UMLAND  

SPD will «konservative Allianz» aufbrechen

Fraktionschef Uwe Raab kritisiert in Hauptversammlung das Verhalten von CSU und FWG
 SPD will «konservative Allianz» aufbrechen
Die Pegnitzer SPD will der CSU und FWG im Stadtrat verstärkt Paroli bieten. In der Hauptversammlung des SPD-Ortsvereins in der «Glückauf»-Gaststätte sprach SPD-Fraktionschef Uwe Raab von einer konservativen Allianz, die erst einmal aufgebrochen werden müsse.

PEGNITZ - Kritisch setzte sich Raab mit der CSU auseinander die sehr feindbildorientiert aufgestellt sei. «Kommt von uns eine Initiative, muss diese erst einmal schlecht geredet oder für schlecht befunden werden. Es wird halt schon als Majestätsbeleidigung angesehen, dass es jenseits der CSU kreative Potenziale gibt, die sich zu Wort melden.»

Die SPD pflege den offenen Austausch. «Wir sind auch nicht stur besessen von dem Glauben, nur wir haben die besten Gedanken und Ideen, sondern vertreten ein dialogisches Prinzip der Kommunikation.»

Uwe Raab nannte Beispiele für dieses Verhalten der anderen Fraktionen. Das Eisstadion - es sollte längst der Abrissbirne zum Opfer fallen; der VGN-Anschluss - hier schreibt sich die SPD zugute, dass die Ortschaften von Trockau nach Troschenreuth erst nach einer SPD-Intervention auf der VGN-Landkarte erschienen seien; die Kinderkrippen - die lange von den Konservativen boykottiert worden seien.

Als weiteres Politikum bewertete er das Bad. Er bedauerte, dass bei der Umfrage die unter 16-Jährigen umgangen wurden. «Ich habe mich vehement für die Einbeziehung wenigstens der Zwölfjährigen eingesetzt. Das war aber leider nicht durchsetzbar.» Die Meinung der Zwölf- bis 16-Jährigen sei dabei klassisch ausgegrenzt worden.

Viel Zeit investiert

Zum Abschluss seiner Ausführungen bedankte sich Uwe Raab bei Karl Lothes für dessen Arbeit als Vorsitzender der Pegnitzer SPD und überreichte ein Geschenk mit Hochprozentigem. In Lothes’ Fußstapfen tritt Oliver Winkelmaier (siehe nebenstehenden Bericht). Groß seien Zeit und Ausdauer die Lothes investiert habe. «Deshalb kannst du auch als Mister VGN zum Kampf in das Landratsamt antreten.»

Karl Lothes versicherte, dass er sich weiter für den Ortsverein einsetzen werde. Als Landratskandidat sei er schon jetzt eifrig unterwegs, wobei er sich vor allem Themen wie Ausbildungsplatzsituation, Ausbau des ÖPNV und VGN, Landwirtschaft, Tourismus, Energiewirtschaft und Landschaftspflege widme.

Eine wichtige Aufgabe sei es, die zunehmende Alterung der Bevölkerung zu meistern. Hier müsse noch viel getan werden. «Ich denke an einen Kreisseniorenring und ein Freiwilligenzentrum im Pegnitzer Mehrgenerationenhaus.» Speziell für Pegnitz und den südlichen Landkreis will Lothes prüfen lassen, ob man eine Außenstelle des Landratsamtes einrichten könne, etwa eine Kfz-Zulassung, oder Sprechtage für Existenzgründer abhalten könne.

Die Pegnitzer Sozialdemokraten hätten bei der nächsten Kommunalwahl am 2. März 2008 die große Chance, die Zahl der Kreisräte von zwei auf fünf zu erhöhen, denn die Kandidaten hätten aussichtsreiche Listenplätze.

«Klarer Auftrag des Wählers»

Sein Wahlergebnis vor sechs Jahren im Kampf um den Landratssessel, als er fast 30 Prozent der Stimmen und im südlichen Landkreis Bayreuth fast 40 Prozent der Stimmen erhielt, betrachtet Lothes nicht als Schlappe, sondern als «klaren Auftrag des Wählers zu einer erneuten Kandidatur». Lothes betonte, er habe als Vorsitzender eine erfolgreiche Zeit hinter sich. Stolz ist er, dass die SPD Pegnitz nach einer Werbeaktion die Zahl der Mitglieder halten konnte. -hjs-
21.7.2007
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