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FORCHHEIM - In der Hauptversammlung des VfB 1861 setzte sich der Traditionsverein das ehrgeizige Ziel, bis zum 150. «Geburtstag» schuldenfrei zu sein.
Hauptkassier Walter Mirschberger kündigte bis 2011 einen durchgehenden Sparkurs an, um die Vereinsfinanzen zu konsolidieren.
Im Rechenschaftsbericht hat Vorsitzender Franz Stumpf das vergangene Jahr aus seiner Sicht als das «nicht einfachste, aber auch nicht das schlimmste» in seiner mittlerweile 30-jährigen Tätigkeit in Führungspositionen beim VfB bezeichnet.
Stumpf sieht keine Probleme
Stumpf spielte damit auf die Ermittlungen der Steuerfahndung gegen den Hauptsponsor der Handballabteilung, Wilhelm Schelsky an (wir berichteten). Dabei war auch der VfB ins Visier der Steuferfahnder geraten. Die Ermittlungen laufen zwar noch, doch dürften dem VfB laut Stumpf «keine Probleme sowie keine finanziellen Auswirkungen entstehen».
Viel mehr drücken - wie Forchheims Oberbürgermeister unterstrich - die hohen Hallen-Benutzungsgebühren die Vereinskasse. Um genauer planen zu können, will Stumpf jetzt einen jährlichen Finanzplan aufstellen lassen mit dem Ziel, zum Jubiläum in vier Jahren schuldenfrei zu sein. Dazu müssen Restverbindlichkeiten von derzeit 120 000 Euro abgezahlt werden.
Sportheim mit neuem Pächter
Gleichz.eitig will sich die Vereinsführung bemühen, dass wieder mehr Mitglieder das Sportheim auch unter dem neuen türkischen Pächter Haltun Yildrim als «geselligen Mittelpunkt» aufsuchen.
Bedenklich stimmt den Vorsitzenden jedoch die Mitgliederentwicklung des Traditionsvereins. Der zählte zum 18. Oktober nur noch 1075 Mitglieder. Stumpf: Immer weniger Kinder und Jugendliche würden sich anmelden, Vereine würden immer mehr zu «Interessenvertretungen» von Sporttreibenden verkommen.
Hallen kosten fast 70 000 Euro
«Finanzchef» Walter Mirschberger wies darauf hin, dass der VfB jährlich alleine für die Hallenbenützung rund 68 700 Euro hinlegen muss. Nach Saldierung aller Einnahmen und Ausgaben blieb 2006 unter dem Strich ein kleines Plus von 5000 Euro. Diese finanzielle Situation müsse sich unbedingt verbessern, so Mirschberger.
Zur Einnahmenverbesserung soll 2008 unter anderem ein Eurosportring-Jugendfußballturnier beitragen. 600 bis 700 Jugendliche aus ganz Europa will der VFB dann in Forchheim begrüßen. Gleichzeitig mahnte Mirschberger äußerste Sparsamkeit an. Bei einzelnen Abteilungen werde man den «Rotstift» ansetzen müssen.
Abschließend wurde zahlreichen Mitgliedern für langjährige Treue zum VfB gedankt. 60 Jahre sind dem Verein Eugen Mück und Fritz Herchet treu, 50 Jahre gehören Ludwig Hiltl und Günter Stiefler dem Traditionsverein an. Für 40-jährige Treue gedankt wurde Ramis Bajric, Alfred Egelseer, Edmund Hansel, Christian Kaiser, Roland Knoll, Rudolf Martin, Roland Schnell, Georg Waleczek und Ulli Welz. Seit 25 Jahren sind Mitglied beim VfB Matthias Böhme, Josef Hellmann, Günther Hoch, Karl-Heinz Schrenker und Christoph Stöhr. ALEXANDER HITSCHFEL |