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SPORT - FORCHHEIM UND UMLAND  

VfB-Trainer Michael Rödl hat «Lust auf die Kreisliga»

Seiner Fußballelf winkt im Derby gegen Neuses am Sonntag der Sprung an die Tabellenspitze der Kreisklasse 2
 VfB-Trainer Michael Rödl hat «Lust auf die Kreisliga»
Im zweiten Jahr heißt beim Fußball-Kreisklassisten VfB Forchheim 1861 der Trainer Michael Rödl. Der 38-Jährige hat aus der einst fast tot gesagten Mannschaft in der Kreisklasse 2 einen ernsthaften Aufstiegsaspiranten gemacht. Spielt das Wetter mit, dann wartet auf den VfB am Sonntag das Derby gegen die DJK Neuses und vielleicht sogar der Sprung an die Tabellenspitze. Die NN sprachen mit Michael Rödl.

Einen Zähler hinter Spitzenreiter Adelsdorf auf Rang 3. Das überrascht schon sehr nach dem Weggang von Keeper Thomas Lippert, nach der schweren Verletzung von André Schmitt und nach der Pause von Torjäger Eugen Eckermann.

Michael Rödl: Schon, aber es hat einfach vieles gepasst. Wir treten trotz einiger Ampelkarten, die wir zu Saisonbeginn kassiert haben, wesentlich disziplinierter auf, haben zu Hause noch kein Spiel verloren und die Abwehr steht. Da muss ich ein Riesenkompliment an meinen Libero «Buddy» Gnad und meinen Manndecker Patrik Gebhardt los werden. Seit Patrik in der Defensive spielt, hat er sich enorm weiterentwickelt. Und Paddy Gnad ist eine Bank. Daher fällt der Torwartwechsel gar nicht so ins Gewicht. Zumal auch Frank Welz einen guten Job macht, selbst wenn ihm die Erfahrung von Thomas Lippert natürlich noch fehlt. Die Jugendspieler Michael Zorawik und Daniel Ruppert haben sich sofort einen Stammplatz im Team erkämpft, Rückkehrer Peter Gwiozda ist eine Bank und Neuzugang Florian Meinzinger hat sich schnell sehr gut eingefügt. Man darf außerdem nicht vergessen, dass wir eine sehr junge Truppe haben, die erst am Anfang ihrer Entwicklung steht.

Apropos Gnad. Er ist zwar glänzender Abwehr-Organisator, fehlt aber im Offensivbereich. Frank Scheidel mit seinen neun Toren scheint da allein auf weiter Flur, zumal der letztjährige Torgarant Eugen Eckermann ja eine Babypause eingelegt hat.

Michael Rödl: Frank hat eine sehr lange Anlaufzeit beim VfB benötigt und ist erst richtig aufgeblüht, als Thomas  Czepluch am fünften Spieltag in Bubenreuth als «Aushilfe» eingesprungen ist. Seither haben wir kein Spiel mehr verloren. Ein Spieler wie Czepluch hat uns einfach noch gefehlt. Er ist sehr, sehr wichtig für uns. «Buddy» ist hinten gut aufgehoben und als Libero nicht mehr wegzudenken. Nach der Winterpause wird auch André Schmitt wieder eingreifen können und mal sehen, ob und wann der Eugen wieder zurückkehrt. Trotzdem: vorne könnten wir schon noch einen gebrauchen.

Auch um die Lust auf die Kreisliga weiter aufrecht zu erhalten?

Michael Rödl: Klar, «Lust» auf die Kreisliga hat man sowieso, wenn man oben steht. Ein wichtiges Spiel wird das gegen Neuses. Da haben wir etwas gutzumachen. Beim 0:1 im Hinspiel boten wir unsere schlechteste Saisonleistung. Aber das wollen wir vergessen machen.

Wie geht es beim VfB weiter?

Michael Rödl: Kurzfristig wollen wir natürlich unsere Hinspielniederlage gegen Neuses vergessen machen und uns mit einem Heimsieg in die Winterpause verabschieden. Und dann, nach einer konzentrierten und guten Wintervorbereitung, muss es unser Ziel sein, am Ende einen der ersten beiden Plätze zu belegen. Zum Thema Verstärkungen kann man noch nicht viel sagen. Wir sind als erstes immer bemüht, Jugendspieler an die erste Mannschaft heranzuführen und versuchen dann auch, Ex-VfBler zur Rückkehr zu bewegen. Mal sehen was sich da in Zukunft so tut. Ziel muss sein, den Kader in der Breite zu verbessern. Interview: ANDREAS BÄR
21.11.2007
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