 |
| Bitte Bild anklicken! |
|
THUISBRUNN - Zur Dienstversammlung im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Thuisbrunn im Gasthaus Hofmann begrüßte Feuerwehr-Vereinsvorsitzender Klaus Hofmann zahlreiche Ehrengäste und Funktionsträger. Außerdem wurden verdiente Brandbekämpfer für langjährige Mitgliedschaft geehrt.
Hofmanns Jahresbericht spiegelte plastisch den Feuerwehr-Alltag wider. 2007 mussten die Thuisbrunner 19 Mal ausrücken. Sie wurden zu zwei Bränden gerufen und hatten 17 technische Hilfeleistungen zu erbringen: Einen Baum auf der Fahrbahn entfernen, vier Wespennester entsorgen, zwei Tierbefreiungen, fünf Veranstaltungen absichern, drei Hochwassereinsätze und zwei Verkehrsregelungen bewältigen. Von 130 Helfern wurden 307,6 Einsatzstunden zum Wohl der Allgemeinheit geleistet.
Kurioser Einsatz
Auf besonders interessante Einsätze ging Klaus Hofmann näher ein. Mitte Januar 2007 wurde eine eingeklemmte Katze gerettet, was sogar einem bekannten Boulevardblatt ein Bild Wert war. Als es im Mai in Egloffsteinerhüll brannte, wahr die Thuisbrunner Wehr zwar als erste am Einsatzort, konnte aber mit ihrer Ausrüstung «nichts bewirken», wie Hofmann kritisch anmerkte. Auch der Kalkofenbrand bei der Gräfenberger Firma Endress deckte Defizite auf. «Leider konnten wir keine Atemschutzgeräteträger stellen, weil sie nicht einsatzbereit waren», so Hofmann kritisch. Auch beim Jahrhundertunwetter am 22. Juli 2007 hatte die Freiwillige Feuerwehr Thuisbrunn viel zu tun. «Wir waren die ganze Nacht in Effeltrich im Einsatz», erinnert sich Hofmann.
Jugendarbeit trägt Früchte
Wie Hofmann weiter ausführte, zeigt die Jugendarbeit «langsam Früchte». Es gibt eine neue Gruppe, deren ältestes Mitglied erst 20 Jahre alt ist. Die Jugendwarte Christian Lampret, Martin Hofmann, Markus Thäter und Christoph März engagieren sich nach Hofmanns Darstellung sehr um die Jugendfeuerwehr. Ein Infoabend bescherte der Feuerwehrjugend gleich 15 neue Mitglieder.
Klaus Hofmann bedankte sich bei den Jugendwarten und ihren Helfern, die diese Arbeit zusätzlich zu ihren normalen Dienst leisten und «die Kommune keinen Cent kosten».
Die Ausrüstung der Thuisbrunner «Freiwilligen» ist nach Hofmann «in einem schlechten Zustand». Es gäbe «immer wieder etwas zu reparieren». Schrauben und sonstige Befestigungen seien an den Fahrzeugen und Geräten ständig durch nächstgrößere Schrauben und Bleche zu ersetzen, «weil alle Löcher und Gewinde so ausgeschlagen sind, dass sie nicht mehr halten, und sich teilweise in Luft auflösen», brachte Hofmann die Probleme auf den Punkt. Auch Ersatzteile seien oft «nicht mehr verfügbar». Es wird also gebastelt und improvisiert. «Ohne ehrenamtliche Tätigkeiten wäre es nicht möglich, die Wehr am Leben zu halten», weiß Klaus Hofmann.
In unmittelbarem Zusammenhang mit den Technikproblemen ist der Ersatz für das altersschwache TSF zu sehen. Schon im Dezember 2001 hatten die Brandbekämpfer ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 beantragt und auch in die mittelfristige Haushaltsplanung einbezogen. Um 2005 wurde es wegen der katastrophalen Haushaltslage wieder herausgestrichen. Hofmann hörbar wütend: «Heute will er als Stadtrat nichts mehr davon wissen und ist der Meinung es hätte sich in den letzten 30 Jahren bei uns gefahrenmäßig nichts verändert.»
Nach Gesprächen mit dem Stadtrat wurde der Beschluss gefasst, Informationsangebote für ein LF 10/6 und alternativ auch für ein TSF einzuholen. «Es bewegt sich etwas», resümierte Klaus Hofmann.
Mit Dienstalterabzeichen für 30 Jahre wurden Reinhold Polster, Reinhard März, Manfred Heck, Heinz Hofmann, Gerhard Link und Peter Schmidt. Zehn Jahre ist Markus Bauer dabei. |